Dr. Margarete Meggle-Freund

Kulturwissenschaftlerin

Waldfest Ebersberg – 300 Jahre Nachhaltigkeit

Waldfest Ebersberg

Wir laden ein zum diesjährigen Ebersberger Waldfest - ein großes Fest für die ganze Familie zum Staunen und Mitmachen. Der Eintritt ist frei und das Fest findet bei jedem Wetter am Sonntag, den 29.09.2013 statt.

Programm:

10:30 festliche Eröffnung

11:00 – 17:00 Vorführungen, Kurzführungen, Mitmachaktionen 

11:00 – 17:00 Markt und Stände, Biergarten, Live-Band “kreiz & quer”

Viele Stationen, Aktionen und eine Sonderausstellung rund um das Motto 300 Jahre Nachhaltigkeit in Forstwirtschaft und Alltag: Erfahren Sie von Förstern, wie unser Wald durch nachhaltiges Wirtschaften entstanden ist. Der Club Rocaille stellt in historischen Kostümen Szenen rund um die höfische Jagd des 18. Jahrhunderts nach.

Markt und Stände im Gelände mit Schmankerln, Informationen und Mitmachaktionen, wie Waldhonig, Lammbratwürsten vom Museumsschäfer, Energie- und Klimawerkstatt mit Papierschöpfen, Fladenbrot backen, Apfelsaft pressen, Basteln für Kinder, Baumstammsägen, Gestalten an der Lehmstation, einem Glücksrad u.v.m.

Ebersberger Blüten. Installationen von Daniel Bräg

Ebersberger Blüten - Installationen von Daniel Bräg

Vom 29. Juni bis 8. September 2013 zeigt das Museum Wald und Umwelt Ebersberg eine Installation des Bildhauers Daniel Bräg.

An der Schnittstelle zwischen Natur und Kunst, wo organische Strukturen auf menschliche Gestaltung treffen, beginnt der Bildhauer Daniel Bräg (*1964 in Pfullendorf) seine künstlerische Arbeit und führt die Gegensätze zusammen: den ewig währenden Naturkreislauf einerseits und die kulturell bestimmte Zeit des Menschen andererseits. In großen Installationen und Fotografien inszeniert er Wachsen, Blühen, Reifen und Verwelken von Obst und Pflanzen. Schrumpelige Birnen liegen etwa, gebettet ins eigene Schimmelbeet, auf Kühlregalen neben Einmachgläsern, die Zweige mit frisch aufgeplatzten Blätter- und Blütenknospen konservieren. Die Vergänglichkeit der Natur erhält so eine eigene Ästhetik und Schönheit – befreit von der Symbolgewalt barocker Vanitasbilder, die Prozesse der Verwesung zu Allegorien auf die Nichtigkeit des Lebens verkürzen.

Im Museum Wald und Umwelt wird Brägs aktuelle Position der künstlerischen Naturaneignung mit der Ebersberger Holzbibliothek Candid Hubers konfrontiert. Wie Bräg eignete sich der barocke Mönch Candid Huber – dessen 200. Todestag mit der Ausstellung begangen wird – die ihm bekannte Natur an, indem er sie sammelte und präparierte. Er formte die Naturprodukte der Bäume kunstvoll um. Als Bücher präsentiert, wurden sie ihm zu Produkten des Geistes, die sich die Menschen zu Nutze machen sollten.

Während der Laufzeit der Ausstellung arbeitet der Künstler Daniel Bräg mit Material der Streuobstwiese des Museums und schafft neue Ebersberger Blüten. Anschließend werden diese Arbeiten im Haus der Kunst gezeigt.


Einführung zur Ausstellungseröffnung

Es geht um die Welt. Internationale Plakate zu Natur und Umwelt

Es geht um die Welt. Internationale Plakate zu Natur und Umwelt

Es geht um die Welt – um die Umwelt des Menschen, auf die er mit seinen Aktivitäten Einfluss nimmt und deren Rückwirkungen er ausgesetzt ist. Die Ausstellung zeigt internationale Plakatkunst zu den Themen Landschaft, Raum, Natur und Umwelt der letzten zwanzig Jahre. Klimawandel, Energieverwendung, Ölpest, Luftverschmutzung sind Themen; aber auch soziokulturelle Faktoren wie Migration und Integration spielen eine Rolle – ungelöste Themen, die die Welt bewegen.

Internationale Künstler reichten ihre Arbeiten zu dieser Ausstellung ein und ergänzten die Sammlung internationaler grafischer Kunst des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus, die nun im Museum Wald und Umwelt Ebersberg zu Gast ist. Mit Werken des polnischen Künstlers Lex Drewinski, des deutschen Künstlers Klaus Staek, dem Mexikaner Eduardo Barrera Arambarri und vieler anderer Größen der grafischen Kunst zeigt die Ausstellung einen Querschnitt durch die aktuelle Plakatkunst der Welt.

Plakate sind das optische Medium für den schnellen Kontakt zur Umwelt. Sie müssen die Sache auf den Punkt bringen. Dabei ist die Plakatsprache der Künstler so vielgestaltig wie ihre Charaktere. Sie ist drastisch oder zurückhaltend, nachdenklich, sachlich, humorvoll oder satirisch und – vor allem – betroffen und engagiert.