Dr. Margarete Meggle-Freund

Kulturwissenschaftlerin

Moderne Heilssuche auf alten Wegen? Der Jakobsweg im Fokus der Öffentlichkeit

Mein Aufsatz “Moderne Heilssuche auf alten Wegen? Der Jakobsweg im Fokus der Öffentlichkeit” ist nun auf der Website zu lesen.

Der Aufsatz erscheint gedruckt in:

Becker, Anne-Katrin und Meggle-Freund, Margarete (Hrsg.): ¡Viva España!– Von der Alhambra bis zum Ballermann. Reisen nach Spanien.
Karlsruhe (Lindemanns Bibliothek, ISBN 978-3-88190-477-3) 2007.
16,80 € (zu Bestellen über Museum, Verlag und Buchhandel)

Dies ist das Begleitbuch zu unserer Ausstellung ¡Viva España! Von der Alhambra bis zum Ballermann (26.5. – 28.10.2007 – Museum beim Markt, Badisches Landesmuseum Karlsruhe).

Begleitpublikation “Absatz, Boa und Zylinder”

Absatz, Boa und Zylinder – drei Accessoires aus der Spannweite ländlichen Chices von A bis Z –Kürzel einer vergangenen Zeit und ihrer Moden. Schuhe mit Absatz lassen den Träger der Schuhe größer erscheinen und heben ihn – ganz wörtlich genommen – heraus. Im ländlichen Kleidungsgebrauch um 1900 waren Schuhe mit Absätzen ein Ausdruck von modischem Chic. Boa wird ein schmaler Pelz- oder Federschal genannt. Boa – weil ihr Aussehen der Riesenschlange Boa constrictor ähnelt. Von 1900 bis zum Ersten Weltkrieg war sie gängiger Bestandteil der Tageskleidung. Der Zylinder war bis zum Zweiten Weltkrieg der Festtagshut für Herren. Ohne einen Hut wäre die Straßenkleidung eines Herren nicht komplett gewesen. Einen Hut zu tragen, war Kennzeichen eines erwachsenen Mannes. …

Die Begleitpublikation zur Ausstellung
Meggle-Freund, Margarete zusammen mit Partheymüller, Beate:
Absatz, Boa und Zylinder.
Ländlicher Chic aus den Sammlungen des Fränkischen Freilandmuseums.
Bad Windsheim 2005.

Vorankündigung: Viva España – Von der Alhambra bis zum Ballermann

„Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, eviva España!” – so versprach es ein deutscher Pops­ong in den 1970er Jahren. Was aber ist dran am Reiseland Spanien, an dessen Klischees? Von der Pilgerreise nach Santiago de Com­postela über die Beteiligung Deutscher am spani­schen Bürgerkrieg und den Massentourismus der Gegenwart thematisiert die Ausstellung und das derzeit entstehende Begleitbuch unterschiedliche Facetten des Spanieninteress­es der Deutschen. Bis heute ist die Reiselust auf Spanien ungebrochen. Bilder von unbe­rührten Stränden in den Anfangsjahren des ­Tourismus bis hin zu den jüngsten Entwicklun­gen von Bettenburgen dokumentieren diese Reiselust, beleuchten aber auch die Klischees vom Spanien der Deutschen. Das Phänomen „Spanien als Altersruhesitz” wird ebenso unter die Lupe genommen wie das Leben spanischer „Gastarbeiter” in Deutsch­land.

Gesammelte Gegenwart – Eine virtuelle Ausstellung

Die Website “Gesammelte Gegenwart – Eine virtuelle Ausstellung” ist ein spielerischer Versuch in Form einer virtuellen Ausstellung Objekte der Gegenwart zu sammeln und vorzustellen.

Welche Dinge repräsentieren unsere Gegenwart? Museum und Gegenwart wird vielfach als ein Gegensatzpaar aufgefasst. Doch bereits der aktuelle Augenblick ist im nächsten Moment schon Geschichte. Manche Gegenstände, wie zum Beispiel die Jutetaschen mit der Aufschrift „Jute statt Plastik“, die in ihrer Gebrauchszeit alltäglich und massenhaft vorhanden waren, erscheinen kurze Zeit danach als charakteristischer Ausdruck ihrer Zeit, sind aber nicht mehr im Handel erhältlich.

Die Internetausstellung erstellten Stundenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter meiner Leitung im Rahmen eines Seminars, mit dem Titel “Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur“ im Sommersemester 2006.

Zur Ausstellung: “Gesammelte Gegenwart – Eine virtuelle Ausstellung”

Museale Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur

Im Sommersemester 2006 biete ich ein Seminar an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena an:

Museale Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur
Welche Dinge repräsentieren unsere Gegenwart?

Museum und Gegenwart(-skultur) wird vielfach als ein Gegensatzpaar aufgefasst. Doch bereits der aktuelle Augenblick ist im nächsten Moment schon Geschichte. Manche Gegenstände wie zum Beispiel die Jutetaschen mit der Aufschrift „Jute statt Plastik“, die in ihrer Gebrauchszeit alltäglich und massenhaft vorhanden waren, erscheinen kurze Zeit danach als charakteristischer Ausdruck ihrer Zeit, sind aber nicht mehr im Handel zu bekommen. Deshalb ist einerseits zeitnahes Sammeln angesagt. Andererseits quellen, seit mit dem erweiterten Kulturbegriff die gesamte Alltagskultur sammlungswürdig geworden ist, viele Museumsdepots über. Um eine Beliebigkeit der Alltagkultursammlungen zu vermeiden sind deshalb heute gezielte Sammlungsstrategien gefordert.
Im Seminar wollen wir nach einem kurzen Überblick zur Geschichte der Institution Museum und zu volkskundlichen Zugängen zur Sachkultur der Frage nachgehen, wie die Dinge zu Zeichen ihrer Zeit werden? Am Beispiel einiger Museen, die wir an drei Exkursionstagen besuchen, betrachten wir deren Sammlungs- und Ausstellungsstrategien. Schließlich besteht für jeden Seminarteilnehmer die Gelegenheit selbst ein Objekt auszuwählen und im Seminarrahmen als Ausstellungsobjekt in einem virtuellen Museum der Gegenwart zu präsentieren.

siehe auch: www.uni-jena.de/philosophie/vkkg