Vorankündigung: Viva España – Von der Alhambra bis zum Ballermann


„Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, eviva España!“ – so versprach es ein
deutscher Pops­ong in den 1970er Jahren. Was aber ist dran am Reiseland
Spanien, an dessen Klischees? Von der Pilgerreise nach Santiago de Com­postela
über die Beteiligung Deutscher am spani­schen Bürgerkrieg und den
Massentourismus der Gegenwart thematisiert die Ausstellung
und das derzeit entstehende Begleitbuch unterschiedliche Facetten des
Spanieninteress­es der Deutschen. Bis heute ist die Reiselust auf Spanien
ungebrochen. Bilder von unbe­rührten Stränden in den Anfangsjahren des
­Tourismus bis hin zu den jüngsten Entwicklun­gen von Bettenburgen
dokumentieren diese Reiselust, beleuchten aber auch die Klischees vom Spanien
der Deutschen. Das Phänomen „Spanien als Altersruhesitz“ wird ebenso unter die
Lupe genommen wie das Leben spanischer „Gastarbeiter“ in Deutsch­land.

Gesammelte Gegenwart – Eine virtuelle Ausstellung

Die Website „Gesammelte Gegenwart
– Eine virtuelle Ausstellung“
ist ein spielerischer Versuch in Form einer
virtuellen Ausstellung Objekte der Gegenwart zu sammeln und vorzustellen.

Welche Dinge repräsentieren unsere Gegenwart? Museum und Gegenwart wird
vielfach als ein Gegensatzpaar aufgefasst. Doch bereits der aktuelle Augenblick
ist im nächsten Moment schon Geschichte. Manche Gegenstände, wie zum Beispiel
die Jutetaschen mit der Aufschrift „Jute statt Plastik“, die in ihrer
Gebrauchszeit alltäglich und massenhaft vorhanden waren, erscheinen kurze Zeit
danach als charakteristischer Ausdruck ihrer Zeit, sind aber nicht mehr im
Handel erhältlich.

Die Internetausstellung erstellten Stundenten der Friedrich-Schiller-Universität
Jena
unter meiner Leitung im Rahmen eines Seminars, mit dem Titel
“Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur“ im Sommersemester 2006.

Zur Ausstellung: „Gesammelte Gegenwart
– Eine virtuelle Ausstellung“

Museale Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur

Im Sommersemester 2006 biete ich ein Seminar an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena an:

Museale Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur
Welche Dinge repräsentieren unsere Gegenwart?

Museum und Gegenwart(-skultur) wird vielfach als ein Gegensatzpaar aufgefasst. Doch bereits der aktuelle Augenblick ist im nächsten Moment schon Geschichte. Manche Gegenstände wie zum Beispiel die Jutetaschen mit der Aufschrift „Jute statt Plastik“, die in ihrer Gebrauchszeit alltäglich und massenhaft vorhanden waren, erscheinen kurze Zeit danach als charakteristischer Ausdruck ihrer Zeit, sind aber nicht mehr im Handel zu bekommen. Deshalb ist einerseits zeitnahes Sammeln angesagt. Andererseits quellen, seit mit dem erweiterten Kulturbegriff die gesamte Alltagskultur sammlungswürdig geworden ist, viele Museumsdepots über. Um eine Beliebigkeit der Alltagkultursammlungen zu vermeiden sind deshalb heute gezielte Sammlungsstrategien gefordert.
Im Seminar wollen wir nach einem kurzen Überblick zur Geschichte der Institution Museum und zu volkskundlichen Zugängen zur Sachkultur der Frage nachgehen, wie die Dinge zu Zeichen ihrer Zeit werden? Am Beispiel einiger Museen, die wir an drei Exkursionstagen besuchen, betrachten wir deren Sammlungs- und Ausstellungsstrategien. Schließlich besteht für jeden Seminarteilnehmer die Gelegenheit selbst ein Objekt auszuwählen und im Seminarrahmen als Ausstellungsobjekt in einem virtuellen Museum der Gegenwart zu präsentieren.

siehe auch: www.uni-jena.de/philosophie/vkkg 

¡Viva España! Von der Alhambra bis zum Ballermann


¡Viva España! Von der Alhambra bis zum Ballermann

26.5. – 28.10.2007
Museum beim Markt, Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Spanien: Kaum ein Land fasziniert die Deutschen so sehr. Was hat es mit unserer
ausgeprägten Spanien-Reiseliebe auf sich? In einem bunten Bilderbogen wird die
lange Geschichte des Reisens auf die iberische Halbinsel erzählt: Von den
Pilgern nach Santiago de Compostela über
die Spaniensehnsucht in der Romantik hin zum „Boom-Tourístico“. Die Ausstellung
thematisiert darüberhinaus die Beteiligung Deutscher im Spanischen Bürgerkrieg,
das Leben der spanischen Migranten in Deutschland und es beleuchtet das
Phänomen „Altersruhesitz“ in Spanien. Von der Alhambra bis zum Ballermann –
entdecken Sie die unterschiedlichen Fassetten der Spanienlust.

Folder zur Ausstellung:

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Begleitbuch:

Becker, Anne-Katrin und Meggle-Freund, Margarete (Hrsg.):
¡Viva España!– Von der Alhambra bis zum Ballermann.
Reisen nach Spanien.
Karlsruhe (Lindemanns Bibliothek, ISBN 978-3-88190-477-3) 2007.
24,90 € (zu Bestellen über Museum, Verlag und Buchhandel)

Vorankündigung:

Themenführung „Sport durch die Jahrtausende“

Am Sonntag, den 11. Juni um 15 Uhr und am Sonntag, den 9. Juli, halte ich den Gegenwartsteil einer Themenführung im Badischen Landesmuseum: "Sport durch die Jahrtausende". Die Fußballweltmeisterschaft läßt auch das Badische Landesmuseum und seine Sammlungsausstellung nicht kalt: In einer Führung wird dem Sport von der Antike bis heute nachgespürt.

© Dr. Margarete Meggle-Freund
Kulturwissenschaftlerin
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