Deutsche Spanienreisen ausgestellt

Dinge auf Reisen

Dinge auf Reisen

Am
Freitag den 11.04.2008 um 10:15 Uhr referiere ich auf der 8. Tagung der Kommission für Tourismusforschung zum Thema
„Deutsche Spanienreisen ausgestellt“. Die Ausstellung „Viva España! Von der Alhambra bis zum
Ballermann“
des Badischen Landesmuseums machte erstmals die Geschichte des
Reisens der Deutschen nach Spanien zum Thema einer kulturhistorischen
Ausstellung.

Der Vortrag reflektiert die Darstellbarkeit des Reisens im Medium einer
Ausstellung: Welche gegenständlichen Zeugnisse vom Reisen haben sich erhalten
und sind ausstellbar? Den Relikten aus Beständen der Reisenden wie Souvenirs,
Reisekleidung, Reisausstattung wie Gepäckstücke oder persönlicher
Reiseerinnerungen stehen die Überreste des Tourismusgewerbes gegenüber. Welchen
Ausschnitt der Wirklichkeit bezeugen diese Dinge? Welche Bilder und Geschichten
kann die Ausstellung in ihren inszenierten Räumen erzählen?

Taschen – Eine Materialcollage im Duett

gebot-der-dinge

gebot-der-dinge

Am Samstag den 24. November
trage ich im Rahmen der Tagung „Das Gebot der
Dinge – Geschlechterrollen im Spiegel von textilen Objekten der
Alltagskultur“
an der Universität Osnabrück vor zum Thema: „Frauen brauchen
große Handtaschen und Männer genügen sich selbst. Von Dingen in der Tasche und
Bildern von Taschen.“ – Eine Materialcollage im Duett mit Annette
Hülsenbeck.

Zu den Besonderheiten der immer noch als randständig angesehenen
Klasse textiler Artefakte gehört, dass diese den beständigen Druck
stereotyper Rollenzuweisungen sowie anderer Distinktionsmechanismen ausgesetzt
ist. Das Material bietet sich deswegen für eine Untersuchung der Auftrittsformen
des Gender an. Diese Tagung will die sich hinter alltäglichen Ritualen
verbergenden kulturellen Topoi ermitteln, beschreiben und auf ihre
Wirkmächtigkeit hinsichtlich der Geschlechterrollen befragen.

Podiumsgespräch „Warum mögen Deutsche den Flamenco?“

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Die Frage, was den Flamenco interessant macht,
seine Musik, Gesang und Tanz, welche Vorstellungen hinter dem „Lebensgefühl
Flamenco“ stecken, wurden aus verschiedenen Perspektiven in dem Podiumsgespräch
„Warum mögen Deutsche den Flamenco?“ im Rahmen des Festivals „¡Solamente el
Sur! – Das Festival der Andalusischen Künste“ im Kulturzentrum
Pasinger-Fabrik beleuchtet.

Gesprächspartner und Institutionen:
Manfred Boes, Instituto Cervantes, Spanisches Kulturinstitut München
Dr. Kurt Grötsch, Flamenco Tanz Museum, Sevilla
Karin Lehmann, Münchner Merkur, Flamenco-Tanzlehrerin
Dr. Margarete Meggle-Freund, Uni München, Europäische Ethnologie

© Dr. Margarete Meggle-Freund
Kulturwissenschaftlerin
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