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Freitag, 25. Mai 2007 |
Am Freitag wurde die Ausstellung „¡Viva España! Von der Alhambra bis zum Ballermann“ im Museum am Markt (Badisches Landesmuseum) durch Prof. Dr. Harald Siebenmorgen und die beiden Kuratorinnen Anne-Katrin Becker und Dr. Margarete Meggle-Freund eröffnet:
Spanien: Was ist das für ein Land, das die Deutschen zum „Reiseland Nummer 1“ erkoren haben? Was könnten Gründe sein für seine Beliebtheit bei den Deutschen? Welche „spanischen Spuren“ finden sich in unserem Alltag? Diesen Fragen geht das Badische Landesmuseum in der Sonderausstellung „¡Viva España! Von der Alhambra bis zum Ballermann“ nach, die vom 26.5. bis 28.10.2007 im Museum beim Markt gezeigt wird. In einem kulturhistorischen Abriss, der vom Mittelalter mit den Pilgerreisen nach Santiago de Compostela bis hin zum jüngsten Massentourismus der Gegenwart reicht, stellt sie dar, wie Spanien im Laufe der Zeit von den Deutschen wahrgenommen und als touristisches Ziel „erobert“ wurde.
Schwerpunktmäßig erzählt die Ausstellung die Geschichte des Reisens nach Spanien, beginnend mit der frühen Neuzeit. Damals gehörte Santiago de Compostela neben Rom und Jerusalem zu den drei zentralen mittelalterlichen Fernwallfahrtszielen. Doch die Pilgerreise ist nicht nur als historisches Phänomen interessant. Auch heute noch begeben sich viele Pilger auf den mühseligen Weg ins ferne Galizien. Den legendären Jakobsweg illustrieren historische und moderne Pilgerutensilien.
Eine regelrechte Spaniensehnsucht ist zur Zeit der Romantik zu beobachten. Künstler suchten im 18. und 19. Jh. auf der fernen iberischen Halbinsel den Orient. Grafiken und Gemälde zeigen ein exotisches Land, historische Reisebeschreibungen zeugen von der Begeisterung für die maurische Architektur. Das Theater stellt ein Land dar, bevölkert mit der feurigen Carmen und dem draufgängerischen Don Juan.
Die Beteiligung Deutscher am spanischen Bürgerkrieg ist genauso Thema in der Ausstellung wie das Leben der spanischen „Gastarbeiter“ in Deutschland. Fotoalben und Erinnerungsstücke aus Privatbesitz lassen ihre Geschichten lebendig werden. Wie gestaltete sich ihre „Reise“ nach Deutschland seit dem Anwerbeabkommen vom März 1960? Und umgekehrt: was bewegt viele Deutsche, heute in Spanien ihren Altersruhesitz einzurichten?
Originale Flugzeugsitze der LTU TriStar in der Ausstellung versetzen „wie im Flug“ in Urlaubsstimmung. Dies erlebten auch die deutschen Urlauber in den 1960er Jahren: Mit der Erfindung der Pauschalreise setzte der Massentourismus in das „Land hinter den Pyrenäen“ ein. 1978 über-stieg die Zahl der ausländischen Touristen mit rund 37 Millionen erstmals die Gesamtzahl der spanischen Bevölkerung, die rund 36 Millionen beträgt – dabei kam jeder achte ausländische Tourist aus der Bundesrepublik. Auch heute ist die Reiselust auf Spanien ungebrochen.
Vielfältige Exponate und stimmungsvolle Inszenierungen laden den Besucher ein, sich mit auf die Reise zu machen. Bilder von unberührten Stränden in den Anfangsjahren des Tourismus bis hin zu den jüngsten Massenentwicklungen dokumentieren die Reiselust. Die breit gefächerte Objektauswahl beleuchtet zugleich die Klischees und Stereotypen und wirft die Frage auf: Was kommt uns spanisch vor ...?
Es wird ein vielseitiges Begleitprogramm zur Ausstellung angeboten.
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Sonntag, 25. März 2007 |
Die Begleitpublikation zur Ausstellung "Absatz, Boa und Zylinder. Ländlicher Chic aus den Sammlungen des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim" ist nun auf der Website zu lesen. |
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Montag, 1. Januar 2007 |
„Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, eviva España!" - so versprach es ein deutscher Popsong in den 1970er Jahren. Was aber ist dran am Reiseland Spanien, an dessen Klischees? Von der Pilgerreise nach Santiago de Compostela über die Beteiligung Deutscher am spanischen Bürgerkrieg und den Massentourismus der Gegenwart thematisiert die Ausstellung und das derzeit entstehende Begleitbuch unterschiedliche Facetten des Spanieninteresses der Deutschen. Bis heute ist die Reiselust auf Spanien ungebrochen. Bilder von unberührten Stränden in den Anfangsjahren des Tourismus bis hin zu den jüngsten Entwicklungen von Bettenburgen dokumentieren diese Reiselust, beleuchten aber auch die Klischees vom Spanien der Deutschen. Das Phänomen „Spanien als Altersruhesitz" wird ebenso unter die Lupe genommen wie das Leben spanischer „Gastarbeiter" in Deutschland. |
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Donnerstag, 28. Dezember 2006 |
Die Website "Gesammelte Gegenwart - Eine virtuelle Ausstellung" ist ein spielerischer Versuch in Form einer virtuellen Ausstellung Objekte der Gegenwart zu sammeln und vorzustellen. Welche Dinge repräsentieren unsere Gegenwart? Museum und Gegenwart wird vielfach als ein Gegensatzpaar aufgefasst. Doch bereits der aktuelle Augenblick ist im nächsten Moment schon Geschichte. Manche Gegenstände, wie zum Beispiel die Jutetaschen mit der Aufschrift „Jute statt Plastik“, die in ihrer Gebrauchszeit alltäglich und massenhaft vorhanden waren, erscheinen kurze Zeit danach als charakteristischer Ausdruck ihrer Zeit, sind aber nicht mehr im Handel erhältlich. Die Internetausstellung erstellten Stundenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter meiner Leitung im Rahmen eines Seminars, mit dem Titel “Sammlungsstrategien zur Gegenwartskultur“ im Sommersemester 2006. |
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