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Im Gewand der Gegenwart. Eine virtuelle Ausstellung

Im Gewand der Gegenwart

Im Gewand der Gegenwart

Am Mittwoch, den 16. Juli 2008, präsentieren die Studenten meines
Proseminars zu Arbeitstechniken im Museum, „Im Gewand der Gegenwart“, am
Institut für Volkskunde / Europäische Ethnologie an
der Ludwigs-Maximilians-Universität in München im Sommersemester 2008 ihre
Projektarbeit. Die Studenten übersetzen ihre virtuelle Ausstellung für einen Abend in die
Wirklichkeit.

Die virtuelle Ausstellung „Im Gewand der Gegenwart“
beobachtet Kleidungsphänomene in unserer Gegenwart und stellt sie vor als
Indizien für uns und unsere Zeit.

Jeder Seminarteilnehmer war aufgefordert ein Objekt oder Kleidungsphänomen, das
ihm in seinem Erfahrungsraum aufgefallen ist, in der knappen Form
eines Ausstellungs-Wandtextes vorzustellen und zu interpretieren. 

Deutsche Spanienreisen ausgestellt

Dinge auf Reisen

Dinge auf Reisen

Am
Freitag den 11.04.2008 um 10:15 Uhr referiere ich auf der 8. Tagung der Kommission für Tourismusforschung zum Thema
„Deutsche Spanienreisen ausgestellt“. Die Ausstellung „Viva España! Von der Alhambra bis zum
Ballermann“
des Badischen Landesmuseums machte erstmals die Geschichte des
Reisens der Deutschen nach Spanien zum Thema einer kulturhistorischen
Ausstellung.

Der Vortrag reflektiert die Darstellbarkeit des Reisens im Medium einer
Ausstellung: Welche gegenständlichen Zeugnisse vom Reisen haben sich erhalten
und sind ausstellbar? Den Relikten aus Beständen der Reisenden wie Souvenirs,
Reisekleidung, Reisausstattung wie Gepäckstücke oder persönlicher
Reiseerinnerungen stehen die Überreste des Tourismusgewerbes gegenüber. Welchen
Ausschnitt der Wirklichkeit bezeugen diese Dinge? Welche Bilder und Geschichten
kann die Ausstellung in ihren inszenierten Räumen erzählen?

Taschen – Eine Materialcollage im Duett

gebot-der-dinge

gebot-der-dinge

Am Samstag den 24. November
trage ich im Rahmen der Tagung „Das Gebot der
Dinge – Geschlechterrollen im Spiegel von textilen Objekten der
Alltagskultur“
an der Universität Osnabrück vor zum Thema: „Frauen brauchen
große Handtaschen und Männer genügen sich selbst. Von Dingen in der Tasche und
Bildern von Taschen.“ – Eine Materialcollage im Duett mit Annette
Hülsenbeck.

Zu den Besonderheiten der immer noch als randständig angesehenen
Klasse textiler Artefakte gehört, dass diese den beständigen Druck
stereotyper Rollenzuweisungen sowie anderer Distinktionsmechanismen ausgesetzt
ist. Das Material bietet sich deswegen für eine Untersuchung der Auftrittsformen
des Gender an. Diese Tagung will die sich hinter alltäglichen Ritualen
verbergenden kulturellen Topoi ermitteln, beschreiben und auf ihre
Wirkmächtigkeit hinsichtlich der Geschlechterrollen befragen.

© Dr. Margarete Meggle-Freund
Kulturwissenschaftlerin
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