{"id":2459,"date":"2021-01-26T16:01:54","date_gmt":"2021-01-26T16:01:54","guid":{"rendered":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?p=2459"},"modified":"2021-05-26T14:03:30","modified_gmt":"2021-05-26T14:03:30","slug":"bratwurstpfanne-mit-apfel-und-zwiebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?p=2459","title":{"rendered":"Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel"},"content":{"rendered":"<h1>Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel<\/h1>\n<h1>Im Freilandmuseum geht`s um die Wurst<\/h1>\n<div>\n<p>Die Bratw\u00fcrste des Bad Windsheimer Metzgers Ernst Seemann haben den Ruf, die besten der ganzen Stadt zu sein. Ende Januar 2021 gibt der Metzgermeister seinen Traditionsbetrieb auf, womit in der Betriebsst\u00e4tte in der Seegasse eine Handwerkstradition endet, die bis in das 18. Jahrhundert zur\u00fcckreicht. Uns verr\u00e4t Metzger Seemann sein historisches Bratwurstrezept und wir verarbeiten die leckeren Bratw\u00fcrste zu einer modernen Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel.<\/p>\n<p>Gute Fr\u00e4nkische Bratw\u00fcrste an einem sch\u00f6nen Ort zu verspeisen ist ein guter Grund f\u00fcr einen Ausflug ins Fr\u00e4nkische Freilandmuseum. Dort kann man viel \u00fcber die verschiedenen traditionellen Zubereitungsarten des fr\u00e4nkischen Traditionsgerichts erfahren.<\/p>\n<\/div>\n<h4>Frische W\u00fcrste bei der Hausschlachtung<\/h4>\n<div>\n<p>Das stattliche Bauernhaus aus Reichersdorf in der Baugruppe Altm\u00fchlfranken sticht im Freilandmuseum durch seinen pr\u00e4chtigen gro\u00dfen Stall hervor. Er ist mit einem gemauerten \u201eB\u00f6hmischen Gew\u00f6lbe\u201c versehen. Sicher gab es im Reichersdorfer Hof auch Hausschlachtungen. Metzger Ernst Seemann erz\u00e4hlt im Interview, dass sein Vater und Gro\u00dfvater bis in die 1960er Jahre keinen richtig gro\u00dfen Betrieb in der Stadt hatten. Vielmehr gingen sie zu Bauern auf das Land, um dort zu schlachten. Die klassischen Hausschlachtungen \u2013 so berichtet er \u2013 ergaben neben dem Fleisch nur ein begrenztes Sortiment an Wurstwaren: Blut- und Leberw\u00fcrste, Presssack und grobe Bratw\u00fcrste. Wenn das Fleisch noch schlachtwarm verarbeitet wird, besitzt es eine nat\u00fcrliche Bindungskraft, welche die Wurst zusammenh\u00e4lt. Deswegen musste schnell gearbeitet werden.<\/p>\n<p>In der Sammlung des Freilandmuseums findet sich ein Doppelwiegemesser, wie es seit dem 18. Jahrhundert gebr\u00e4uchlich war. Mit solch einem Ger\u00e4t konnte der Metzger Fleisch schonend zerkleinern. Auch kleinere mechanische Fleischw\u00f6lfe zum Drehen, wie sie in Haushalten verwendet wurden, finden sich einige in der Museumssammlung. Im Stadelteil des Seldenhauses aus Oberm\u00e4ssing im Freilandmuseum kann man sich in einer kleinen Ausstellung \u00fcber die l\u00e4ndliche Hausmetzgerei informieren. Die Umst\u00e4nde der Hausschlachtung legten eher einfache Rezepte aus nur grob zerkleinertem Fleisch nahe. Metzger Seemann berichtet, dass erst mit der Einf\u00fchrung des elektrischen Kutters in den 1930er Jahren, mit dem das Fleisch ganz fein gewolft werden konnte, die Vielzahl fr\u00e4nkischen Wurstwaren aufkamen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Wurstfuellmaschine__08_765_in_der_Sammlung_des_Fraenkischen_Freilandmuseums__Foto_Monika_Runge_556bc21e84.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><em>Wurstf\u00fcllmaschine 1. H\u00e4lfte 20. Jahrhundert, 08_765 in der Sammlung des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums, Foto Monika Runge<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Bauernhaus_aus_Reichersdorf_im_FFM__Foto_Ute_Rauschenbach.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Bauernhaus aus Reichersdorf im Fr\u00e4nkischen Freilichtmuseum, Foto Ute Rauschenbach<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Wiegemesser_20_Jhr__Sammlung_Otto_u_Elsa_Beck_B_1973_im_Fraenkischen_Freilandmuseum__Foto_Monika_Runge_8842c04561.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Doppelwiegemesser zum Zerkleinern von Fleisch, Metzgerwerkzeug aus dem 20. Jahrhundert, B_1973 in der Sammlung Otto und Elsa Beck im Fr\u00e4nkischen Freilandmuseum, Foto Monika Runge<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Fleischwolf__08_723_in_der_Sammlung_des_Fraenkischen_Freilandmuseums__Foto_Norman_Schaerfenberg_7d5ddd14d1.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Haushalts\u00fcblicher Fleischwolf 1. H\u00e4lfte 20. Jahrhundert in der Sammlung des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums, 08_723 in der Sammlung des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums, Foto Norman Sch\u00e4rfenberg<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Wie wurde die Bratwurst zum fr\u00e4nkischen Nationalgericht?<\/h4>\n<div>\n<p>W\u00fcrste sind ein elementare Zubereitungsart von Fleisch. Zerkleinertes Fleisch wird mit Gew\u00fcrzen in D\u00e4rme gef\u00fcllt. In dieser handlichen Form kann es leicht weiter zubereitet werden. Schon im \u00e4ltesten erhaltenen r\u00f6mischen Kochbuch\u00a0<em>\u201cDe re coquinaria\u00a0<\/em><em>II.4<\/em><em>\u201d\u00a0<\/em>(\u00dcber die Kochkunst) von Apicius findet sich ein Rezept f\u00fcr ger\u00e4ucherte W\u00fcrste aus Schweinefleisch. Der fr\u00fcheste archivalische Nachweis des Wortes \u201eBratwurst\u201c in Franken d\u00fcrfte im \u00e4ltesten Stadtbuch von Ansbach (1388-1467) zu finden sein. Im Jahr 1430 hei\u00dft es darin, \u201edrei\u00a0<strong>prot wurst<\/strong>\u00a0sollen ein pfunt wegen\u201c (im Staatsarchiv N\u00fcrnberg, Bd. 1, S. 4015-1, fol. 92 zitiert nach Reddig, S.252). Auf Bildern finden sich seit dieser Zeit immer wieder Bratw\u00fcrste. Bei Festlichkeiten pr\u00e4sentierten die Metzger besonders lange W\u00fcrste. Bei volkst\u00fcmlichen Wettbewerben dienten W\u00fcrste auch gerne als Preise. Darauf geht die Redewendung \u201ees geht um die Wurst\u201c zur\u00fcck. In den h\u00f6fischen Kochb\u00fcchern finden sich allerdings kaum Rezepte f\u00fcr Bratwurst. Die Bratwurst geh\u00f6rte eher zu den Speisen der Landbev\u00f6lkerung. Sie war fester Bestandteil beim b\u00e4uerlichen Hochzeitsmahl. Der Physikatsbericht f\u00fcr das Landgericht Erlangen berichtet um die Mitte des 19. Jahrhunderts, dass wohlhabende Bauern zu Anfang des Winters ein Rind und vier bis f\u00fcnf Schweine schlachten. \u201eGeringere Leute\u201c \u2013 so der Physikatsbericht \u2013 schlachten wenigstens ein Schwein (zitiert nach Loos, S. 528). Das Fleisch wurde dann durch R\u00e4uchern und Einsalzen haltbar gemacht. Dagegen waren frisch zubereitete Fleischprodukte wie beispielsweise W\u00fcrste etwas Besonders und wurden \u201evom Landmann als Luxus- und Krankenspeise betrachtet\u201c (Redding S. 258).<\/p>\n<p>Erst seit Ausgang des 18. Jahrhunderts \u2013 mit dem erwachenden Interesse f\u00fcr eine deutsch-nationale Vergangenheit \u2013 entdeckten gehobenere Schichten den Reiz der einfacheren, volkst\u00fcmlichen Lebensart. So erfuhren l\u00e4ndliche Gerichte eine Aufwertung und Stilisierung als Nationalspeisen. Wie es im Verlauf des 19. Jahrhunderts zur Aufwertung der Fr\u00e4nkischen Bratwurst als regionaler Spezialit\u00e4t kam, ist eine offene Frage. Sophie Weiler f\u00fchrt in ihrem Augsburgischen Kochbuch von 1787 als Rezept Nr. 808 in der Rubrik \u201eNoch etwas zur Haushaltung\u201c am Ende ihres Buchs \u201eSchweinene Bratw\u00fcrste\u201c auf. Ihr historisches Rezept unterscheidet sich von dem heutigen Rezept von Metzger Ernst Seemann nur darin, dass Sophie Weiler neben Salz, Pfeffer und Majoran als Gew\u00fcrze Coriander und Ingwer empfiehlt, statt Piment und Muskatnuss, die Seemann verwendet. So gro\u00df sind die regionalen Unterschiede wohl nicht.<\/p>\n<p>Metzger Seemann nimmt die Konfession als Etikett f\u00fcr regionale Unterschiede: Die Bratw\u00fcrste aus Unterfranken \u2013 der Region um W\u00fcrzburg \u2013 w\u00fcrden \u201ekatholisch\u201c genannt. Sie enthalten \u2013 so Seemann \u2013 einen h\u00f6heren Feinbr\u00e4tanteil, eventuell auch Ei zum Binden und seien mitunter vorgebr\u00fcht. Damit k\u00f6nnen sie eine hellere Farbe haben. Im evangelisch gepr\u00e4gten Mittelfranken komme dagegen nur grob gewolftes Fleisch in die Bratwurst. Ist die einfachere Bratwurst also etwa Ausdruck einer bescheideneren Lebenshaltung der Protestanten? Wie auch immer: Metzgermeister Seemann ist \u00fcberzeugt, \u201edie besten Bratw\u00fcrste gibt es in Frankens gem\u00fctlicher Ecke um Neustadt Aisch und Bad Windsheim.\u201c Solche Geschichten und Zuschreibungen machen aus einem einfachen Gericht eine lokale Spezialit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Lebenserfahrung der Verfasserin jedenfalls best\u00e4tigt: in Mittelfranken gibt es besonders gute Bratw\u00fcrste. Es ist eine Region, in der Getreide \u2013 als hochwertiges Mastfutter \u2013 w\u00e4chst und viele Bauern Vieh halten. Das Metzgerhandwerk ist hier kleinteilig strukturiert. Im Vergleich zu anderen Regionen Bayerns und Deutschlands schlachten in Mittelfranken noch viele Betriebe selbst. In den kleineren Betrieben und Schlachth\u00f6fen bekommen die Tiere vor dem Schlachten insgesamt mehr Ruhe, als in Gro\u00dfschlachth\u00f6fen. Zwischen den Bauern als regionalen Lieferanten und den Metzgern zu den Endverbrauchern sind die Wege kurz. Es bestehen Vertrauensbeziehungen, die sich positiv auf die Qualit\u00e4t auswirken.<\/p>\n<p>Heute gelten vor allem die Gew\u00fcrzmischung und der sogenannte B\u00e4ndeldarm als Kennzeichen der mittelfr\u00e4nkischen groben Bratwurst. Das rohe nur grob gewolfte Fleisch kommt in den B\u00e4ndeldarm, einen gespaltenen, besonders zarten Schweinedarm. Seine Fettschicht gibt beim Braten Aroma ab und macht die W\u00fcrste saftig. Charakteristisch ist die seitliche B\u00e4ndelnaht.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Speisen_zur_Hochzeit_spaete_1940er__Foto_Adam_Menth_im_Bildarchiv_des_Fraenkischen_Freilandmuseums_01110_10097baebb.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Hochzeitsspeisen Ende der 1940er-Jahre im Raum Ochsenfurt: rote \u00c4pfel, Kaffee, Meerrettich, Wein, Torte und, vorne in der Mitte, Bratw\u00fcrste wohl mit Kraut, Foto Adam Menth im Bildarchiv des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Fresko_aus_der_Zeit_1580-1600_mit_Bratwuersten_im_Haus_aus_Matting__Foto_Ute_Rauschenbach_PICT0015_7fd214f537.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Fresko mit Bratw\u00fcrsten im Haus aus Matting aus der Zeit 1580-1600, Foto Ute Rauschenbach<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Fahrende_Habe__Holzschnitt_von_Hans_Paur__um_1475_ff0cecc5ba.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Fahrende Habe, Holzschnitt von Hans Paur, Der Hund mit den Bratw\u00fcrsten rechts unten k\u00f6nnte ein Vorbild f\u00fcr das Fresko im Haus aus Matting sein.um 1475<\/i><\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Fahrende_Habe__Holzschnitt_von_Hans_Paur__um_1475_ff0cecc5ba.jpg\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<h4>\u201egesotten und gebraten, sie m\u00fcssen all herein\u201c<\/h4>\n<div>\n<p>\u201eGesotten und gebraten, sie m\u00fcssen all herein\u201c \u2013 hei\u00dft es im Mozartkanon (KV 560b) \u201eOh du eselhafter Martin\u201c zur Zubereitung der G\u00e4nse. F\u00fcr die Bratw\u00fcrste gilt dies gleicherma\u00dfen. So wie sich das Rezept der groben Bratwurst mit den einfachen M\u00f6glichkeiten der Hausschlachtung entwickelt hat, entsprechen die Zubereitungsarten der Bratwurst den historischen Kochtechniken.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Foto_Werner_Mueller__2005_wahrberg_018-2_e697f5372a.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Bratw\u00fcrste aufgeh\u00e4ngt zum R\u00e4uchern im offenen Schlot der Rauchk\u00fcche in der M\u00fchle aus Unterschlauersbach, Foto Werner M\u00fcller<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Herd_mit_offenem_Feuer_in_der_Muehle_aus_Unterschlauersbach__Foto_Werner_Mueller__2005_wahrberg_019-2_be9484f3c9.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Herd mit offenem Feuer in der M\u00fchle aus Unterschlauersbach im Fr\u00e4nkischen Freilandmuseum, Foto Werner M\u00fcller<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>In den Bierg\u00e4rten des Freilandmuseums gibt es auf dem Rost \u00fcber dem offenen Feuer gebratene W\u00fcrste. In Th\u00fcringen hei\u00dfen die Bratw\u00fcrste danach \u201eRoster\u201c. In der K\u00fcche der M\u00fchle aus Unterschlauersbach brennt auf dem gemauerten Herd ein offenes Feuer. Dar\u00fcber kann der Bratwurstrost stehen oder auch eine Pfanne mit Fett, in der die Bratw\u00fcrste langsam gebraten werden. Damit der Rauch des offenen Feuers abziehen kann, hatten die alten Rauchk\u00fcchen \u00fcber dem Herd einen offenen Schlot. In diesen Schlot wurden Fleisch und W\u00fcrste in den Rauch geh\u00e4ngt und so haltbar gemacht. In S\u00fcdtirol hei\u00dfen solche W\u00fcrste demnach \u201eKaminwurzen\u201c. R\u00e4uchern war neben P\u00f6keln eine der wenigen Konservierungsm\u00f6glichkeiten von Fleisch in Zeiten vor Erfindung des K\u00fchlschranks. F\u00fcr viele Museumsbesucher entspricht der Ausblick in den rauchgeschw\u00e4rzten mit W\u00fcrsten beh\u00e4ngten Schlot der M\u00fchle aus Unterschlauersbach einer Vorstellung von Schlaraffenland. Die auf diese Weise ger\u00e4ucherten W\u00fcrste werden heute meist kalt zur Brotzeit gegessen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Im Bauernhof aus Reichersdorf ist die Rauchkuchl mit einem Gew\u00f6lbe aus der Zeit um 1700 Ende des 19. Jahrhunderts modernisiert worden. Das Herdfeuer brennt nun in einem geschlossenen Sparherd. Das ist energiesparender und weniger ru\u00dfig als ein offenes Herdefeuer. Aber auch das Ofenrohr des Sparherdes endet einfach und entl\u00e4sst den Rauch in den offenen Schlot. Auf dem Herd im Topf wurden W\u00fcrste im essigsauren Sud mit Zwiebeln, Gew\u00fcrzen und Wurzelgem\u00fcse als \u201eSaure Zipfel\u201c gesotten.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Von der K\u00fcche aus wird nicht nur der angebaute Backofen beheizt, dessen Ofenloch in der Bildmitte zu sehen ist, sondern als \u201eHinterlader\u201c auch der Kachelofen der benachbarten Stube befeuert. Im Ofenfeuer wurden in dem im Bauernhaus aus Reichersdorf dargestellten Zustand Ende des 19. Jahrhunderts nur noch die Kartoffeln f\u00fcr die Schweine und das Sauerkraut gekocht, weil diese rundum besonders viel Hitze ben\u00f6tigten. Die ru\u00dfgeschw\u00e4rzten T\u00f6pfe wurden mit einer Ofengabel ins offene Herdfeuer geschoben. Im Sauerkraut konnte man auch die W\u00fcrste erw\u00e4rmen. Davon kommt die Redensart \u201ejemandem eine h\u00f6lzerne Wurst auf\u2018s Kraut legen\u201c, was so viel bedeutet, wie \u201eihn pr\u00fcgeln\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Die Hitze des Stubenofens wurde auch zum rauchfreien Kochen genutzt. Der Kachelofen in der Stube hat eine Nische, die sogenannte \u201eR\u00f6hre\u201c, in der Schmorgerichte zubereitet werden konnten. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts verlagert sich das Kochen zunehmend weg vom offenen Feuer hin zum geschlossenen Sparherd und zum Kochen bzw. Schmoren in der R\u00f6hre. Unsere Bratwurstpfanne mit \u00c4pfeln und Zwiebeln lie\u00dfe sich gut in dem Stubenofen des Bauernhauses aus Reichersdorf zubereiten. In der K\u00fcche des Bauernhauses h\u00e4ngt links am Bord eine Reine aus braunem Emaille, die sich daf\u00fcr hervorragend eignen w\u00fcrde.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_FFM_Reichersdorf_Kueche__Foto_Ute_Rauschenbach_mgr_22969c3b85.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>K\u00fcche im Bauernhaus aus Reichersdorf mit Sparherd und Backofen, Foto Ute Rauschenbach<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Stube_im_Haus_aus_Reichersdorf_im_Fraenkischen_Freilandmuseum__Foto_Simon_Kotter_gr_c48ef695db.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Stube im Bauernhaus aus Reichersdorf mit Ofen. In der R\u00f6hre des Stubenofens konnten Speisen geschmort werden, Foto Simon Kotter<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Mittelfr\u00e4nkische grobe Bratw\u00fcrste<\/h4>\n<div>\n<p>Mit Aufgabe seines Betriebs Ende Januar 2021 offenbart Metzgermeister Ernst Seemann uns hier das Rezept f\u00fcr seine beliebten groben Bratw\u00fcrste, wie er es von seinem Vater gelernt hat.<\/p>\n<p>Bratwurstmasse aus 1 kg Fleisch: 667g (=2\/3) mageres Schweinefleisch (Schulter oder Schlegel), 333 (=1\/3) Speck (R\u00fccken oder Bauch), 16 g Speisesalz f\u00fcr rohe Bratw\u00fcrste oder 20g f\u00fcr ger\u00e4ucherte Bratw\u00fcrste, 3 g Majoran, 3 g wei\u00dfer Pfeffer, 3 g Piment, 2 g gemahlene Muskatnuss, B\u00e4ndeldarm f\u00fcr rohe Bratw\u00fcrste oder D\u00fcnndarm f\u00fcr ger\u00e4ucherte W\u00fcrste.<\/p>\n<p>Das in St\u00fccke geschnittene Fleisch wird gut mit den Gew\u00fcrzen vermischt, dann im Fleischwolf grob zerkleinert. Nun wird die Masse nochmals gut gemischt und mit nur locker in die B\u00e4ndeld\u00e4rme gef\u00fcllt, damit die W\u00fcrste sp\u00e4ter nicht aufplatzen. F\u00fcr das Ergebnis spielt die Qualit\u00e4t des Fleisches eine wichtige Rolle. Metzger Seemann verwendet nur die h\u00f6chste G\u00fcteklasse.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Mittelfraenkische_Bratwuerste_im_Bendeldarm_gr__Foto_Margarete_Meggle-Freund_e126f1dddb.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Mittelfr\u00e4nkische Bratw\u00fcrste von Metzger Ernst Seemann mit der seitlichen B\u00e4ndelnaht, Foto Margarete Meggle-Freund<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4>Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel<\/h4>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Bratwuerste_mit_AEpfeln_und_Zwiebeln__Foto_Margarete_Meggle-Freund-05630_18b85b52e9.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel, Foto Margarete Meggle-Freund<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>Und wenn Metzgermeister Ernst Seemann uns hier schon sein traditionsreiches Rezept f\u00fcr seine groben Bratw\u00fcrste verr\u00e4t, zeige ich hier eine moderne Alternative zur einfachen historischen Zubereitung der Bratw\u00fcrste in Kraut, bei der die Bratw\u00fcrste heute zusammen mit Gem\u00fcse in einer Bratwurstpfanne gegart werden. Die w\u00fcrzigen und saftigen fr\u00e4nkischen Bratw\u00fcrste geben Aroma und Fett ab. Mit s\u00fc\u00dfs\u00e4uerlichen \u00c4pfeln und roten Zwiebeln ergibt das eine k\u00f6stliche Geschmacksmelange. Selbst meine vegetarischen Freunde lassen sich das so aromatisierte Gem\u00fcse nicht auskommen. Auf dem Foto wird die Bratwurstpfanne serviert mit einer Gabel mit h\u00f6lzernem Griff aus der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Die Gabel hat \u2013 wie eine Kuchengabel \u2013 drei Zinken, die aber derart spitz sind, dass man sich beim Essen damit in Gefahr bringen w\u00fcrde. Als Fleischgabel eignet sie sich hervorragend.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>4 Portionen ergeben: 500 g festkochende Kartoffeln, 4 rote Zwiebeln, 4 s\u00e4uerliche \u00c4pfel, 4 Zweige frischer Thymian, 2 Stiele frischer Rosmarin, 8 grobe Bratw\u00fcrste, 4 Zehen Knoblauch, ca. 5 El \u00d6l, Salz, schwarzer Pfeffer aus der M\u00fchle.<br \/>Als Beilage: 250 g gr\u00fcne Linsen, Salz, 2 Lorbeerbl\u00e4tter, 100g Wurzelgem\u00fcse<br \/>Als Dekor: Zitronenscheiben, Zweiglein frischer Thymian, nach Geschmack Sahnemeerrettich.<\/p>\n<p>Eine Auflaufform, Reine oder einen Br\u00e4ter einfetten. Die Kartoffeln sch\u00e4len und in Spalten schneiden, oder man verwendet kleine Kartoffeln. Die Zwiebeln sch\u00e4len und ebenfalls in Spalten schneiden. Die \u00c4pfel sch\u00e4len, entkernen und vierteln. Zusammen mit den Kr\u00e4utern in die Form geben, salzen und pfeffern und mit etwas \u00d6l betr\u00e4ufeln.<br \/>Bei 180 Grad im Backrohr etwa 40 Minuten backen. Wenn die Bratw\u00fcrste oben liegen werden sie mit der Zeit braun und schmecken so \u00e4hnlich wie gebraten. Dabei sollte man aber aufpassen, dass die oberste Schicht nicht anbrennt. Dazu entweder zwischendurch die Zutaten wenden oder \u2013 sobald die W\u00fcrste leicht braun sind \u2013 die Form mit Deckel oder Alufolie abdecken. Wenn man m\u00f6chte, kann man auch etwas Gem\u00fcsebr\u00fche angie\u00dfen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit die Linsen waschen. In etwas Fett das kleingeschnittene Wurzelgem\u00fcse anbraten, dann die Linsen, Lorbeerblatt, Salz und reichlich Wasser dazugeben. Kr\u00e4ftig aufkochen lassen und die Hitze reduzieren und etwa 20 Minuten nur sanft k\u00f6cheln lassen. Zum Servieren das Wasser abgie\u00dfen. Mit Zweiglein frischen Thymians und Zitronenscheiben garnieren.<\/p>\n<p>Wenn sie schon fertig gebraten ist kann die Bratwurstpfanne gut noch etwa eine Viertelstunde in der Nachw\u00e4rme des ausgeschalteten Backrohrs nachziehen. Auch die Linsen kann man \u2013 wenn man sie nicht zu weichgekocht hat \u2013 energiesparend nachquellen lassen. So ist dieses Gericht besonders geeignet, um es in aller Ruhe G\u00e4sten aufzutischen.<\/p>\n<p>Falls etwa \u00fcbrigbleiben sollte: Wird dieses Gericht nochmals aufgew\u00e4rmt wird, so wird es noch besser, denn es hat dann noch mehr Zeit zum Durchziehen. Dann empfiehlt es sich allerdings, die Pfanne mit Gem\u00fcsebr\u00fche aufzugie\u00dfen, damit es nicht zu sehr anbrennt.<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/freilandmuseum.de\/\"><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/freilandmuseum_badwindsheim_signet_RGB_gross-1.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<div>\n<p>In meiner<a href=\"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?page_id=1950\"> Kulinarikserie<\/a> des<a href=\"https:\/\/freilandmuseum.de\/\"> Fr\u00e4nkischen\u00a0 Freilandmuseum Bad Windsheim<\/a>\u00a0finden sich alte und erneuerte Rezepte mit Zutaten aus Franken, einfach und allt\u00e4glich, oder auch einmal aufwendigere, kreative Rezepte mit kulturhistorischem Hintergrund.<\/p>\n<\/div>\n<p><!-- {\"name\":\"Kulinarik 3\",\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h1\",\"content\":\"Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel\",\"margin_remove_bottom\":false}},{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h1\",\"content\":\"Im Freilandmuseum geht`s um die Wurst\",\"title_style\":\"h3\",\"margin_remove_top\":true}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Die Bratw\\u00fcrste des Bad Windsheimer Metzgers Ernst Seemann haben den Ruf, die besten der ganzen Stadt zu sein. Ende Januar 2021 gibt der Metzgermeister seinen Traditionsbetrieb auf, womit in der Betriebsst\\u00e4tte in der Seegasse eine Handwerkstradition endet, die bis in das 18. Jahrhundert zur\\u00fcckreicht. Uns verr\\u00e4t Metzger Seemann sein historisches Bratwurstrezept und wir verarbeiten die leckeren Bratw\\u00fcrste zu einer modernen Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel.<\\\/p>\\n\n\n<p>Gute Fr\\u00e4nkische Bratw\\u00fcrste an einem sch\\u00f6nen Ort zu verspeisen ist ein guter Grund f\\u00fcr einen Ausflug ins Fr\\u00e4nkische Freilandmuseum. Dort kann man viel \\u00fcber die verschiedenen traditionellen Zubereitungsarten des fr\\u00e4nkischen Traditionsgerichts erfahren.<\\\/p>\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h4\",\"content\":\"Frische W\\u00fcrste bei der Hausschlachtung\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"3-5,2-5\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"3-5\"},\"children\":[{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Das stattliche Bauernhaus aus Reichersdorf in der Baugruppe Altm\\u00fchlfranken sticht im Freilandmuseum durch seinen pr\\u00e4chtigen gro\\u00dfen Stall hervor. Er ist mit einem gemauerten \\u201eB\\u00f6hmischen Gew\\u00f6lbe\\u201c versehen. Sicher gab es im Reichersdorfer Hof auch Hausschlachtungen. Metzger Ernst Seemann erz\\u00e4hlt im Interview, dass sein Vater und Gro\\u00dfvater bis in die 1960er Jahre keinen richtig gro\\u00dfen Betrieb in der Stadt hatten. Vielmehr gingen sie zu Bauern auf das Land, um dort zu schlachten. Die klassischen Hausschlachtungen \\u2013 so berichtet er \\u2013 ergaben neben dem Fleisch nur ein begrenztes Sortiment an Wurstwaren: Blut- und Leberw\\u00fcrste, Presssack und grobe Bratw\\u00fcrste. Wenn das Fleisch noch schlachtwarm verarbeitet wird, besitzt es eine nat\\u00fcrliche Bindungskraft, welche die Wurst zusammenh\\u00e4lt. Deswegen musste schnell gearbeitet werden.<\\\/p>\\n\n\n<p>In der Sammlung des Freilandmuseums findet sich ein Doppelwiegemesser, wie es seit dem 18. Jahrhundert gebr\\u00e4uchlich war. Mit solch einem Ger\\u00e4t konnte der Metzger Fleisch schonend zerkleinern. Auch kleinere mechanische Fleischw\\u00f6lfe zum Drehen, wie sie in Haushalten verwendet wurden, finden sich einige in der Museumssammlung. Im Stadelteil des Seldenhauses aus Oberm\\u00e4ssing im Freilandmuseum kann man sich in einer kleinen Ausstellung \\u00fcber die l\\u00e4ndliche Hausmetzgerei informieren. Die Umst\\u00e4nde der Hausschlachtung legten eher einfache Rezepte aus nur grob zerkleinertem Fleisch nahe. Metzger Seemann berichtet, dass erst mit der Einf\\u00fchrung des elektrischen Kutters in den 1930er Jahren, mit dem das Fleisch ganz fein gewolft werden konnte, die Vielzahl fr\\u00e4nkischen Wurstwaren aufkamen.<\\\/p>\"}},{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><em>Wurstf\\u00fcllmaschine 1. H\\u00e4lfte 20. 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Zerkleinertes Fleisch wird mit Gew\\u00fcrzen in D\\u00e4rme gef\\u00fcllt. In dieser handlichen Form kann es leicht weiter zubereitet werden. Schon im \\u00e4ltesten erhaltenen r\\u00f6mischen Kochbuch\\u00a0<em>\\u201cDe re coquinaria\\u00a0<\\\/em><em>II.4<\\\/em><em>\\u201d\\u00a0<\\\/em>(\\u00dcber die Kochkunst) von Apicius findet sich ein Rezept f\\u00fcr ger\\u00e4ucherte W\\u00fcrste aus Schweinefleisch. Der fr\\u00fcheste archivalische Nachweis des Wortes \\u201eBratwurst\\u201c in Franken d\\u00fcrfte im \\u00e4ltesten Stadtbuch von Ansbach (1388-1467) zu finden sein. Im Jahr 1430 hei\\u00dft es darin, \\u201edrei\\u00a0<strong>prot wurst<\\\/strong>\\u00a0sollen ein pfunt wegen\\u201c (im Staatsarchiv N\\u00fcrnberg, Bd. 1, S. 4015-1, fol. 92 zitiert nach Reddig, S.252). Auf Bildern finden sich seit dieser Zeit immer wieder Bratw\\u00fcrste. Bei Festlichkeiten pr\\u00e4sentierten die Metzger besonders lange W\\u00fcrste. Bei volkst\\u00fcmlichen Wettbewerben dienten W\\u00fcrste auch gerne als Preise. Darauf geht die Redewendung \\u201ees geht um die Wurst\\u201c zur\\u00fcck. In den h\\u00f6fischen Kochb\\u00fcchern finden sich allerdings kaum Rezepte f\\u00fcr Bratwurst. Die Bratwurst geh\\u00f6rte eher zu den Speisen der Landbev\\u00f6lkerung. Sie war fester Bestandteil beim b\\u00e4uerlichen Hochzeitsmahl. Der Physikatsbericht f\\u00fcr das Landgericht Erlangen berichtet um die Mitte des 19. Jahrhunderts, dass wohlhabende Bauern zu Anfang des Winters ein Rind und vier bis f\\u00fcnf Schweine schlachten. \\u201eGeringere Leute\\u201c \\u2013 so der Physikatsbericht \\u2013 schlachten wenigstens ein Schwein (zitiert nach Loos, S. 528). Das Fleisch wurde dann durch R\\u00e4uchern und Einsalzen haltbar gemacht. Dagegen waren frisch zubereitete Fleischprodukte wie beispielsweise W\\u00fcrste etwas Besonders und wurden \\u201evom Landmann als Luxus- und Krankenspeise betrachtet\\u201c (Redding S. 258).<\\\/p>\\n\n\n<p>Erst seit Ausgang des 18. Jahrhunderts \\u2013 mit dem erwachenden Interesse f\\u00fcr eine deutsch-nationale Vergangenheit \\u2013 entdeckten gehobenere Schichten den Reiz der einfacheren, volkst\\u00fcmlichen Lebensart. So erfuhren l\\u00e4ndliche Gerichte eine Aufwertung und Stilisierung als Nationalspeisen. Wie es im Verlauf des 19. Jahrhunderts zur Aufwertung der Fr\\u00e4nkischen Bratwurst als regionaler Spezialit\\u00e4t kam, ist eine offene Frage. Sophie Weiler f\\u00fchrt in ihrem Augsburgischen Kochbuch von 1787 als Rezept Nr. 808 in der Rubrik \\u201eNoch etwas zur Haushaltung\\u201c am Ende ihres Buchs \\u201eSchweinene Bratw\\u00fcrste\\u201c auf. Ihr historisches Rezept unterscheidet sich von dem heutigen Rezept von Metzger Ernst Seemann nur darin, dass Sophie Weiler neben Salz, Pfeffer und Majoran als Gew\\u00fcrze Coriander und Ingwer empfiehlt, statt Piment und Muskatnuss, die Seemann verwendet. So gro\\u00df sind die regionalen Unterschiede wohl nicht.<\\\/p>\\n\n\n<p>Metzger Seemann nimmt die Konfession als Etikett f\\u00fcr regionale Unterschiede: Die Bratw\\u00fcrste aus Unterfranken \\u2013 der Region um W\\u00fcrzburg \\u2013 w\\u00fcrden \\u201ekatholisch\\u201c genannt. Sie enthalten \\u2013 so Seemann \\u2013 einen h\\u00f6heren Feinbr\\u00e4tanteil, eventuell auch Ei zum Binden und seien mitunter vorgebr\\u00fcht. Damit k\\u00f6nnen sie eine hellere Farbe haben. Im evangelisch gepr\\u00e4gten Mittelfranken komme dagegen nur grob gewolftes Fleisch in die Bratwurst. Ist die einfachere Bratwurst also etwa Ausdruck einer bescheideneren Lebenshaltung der Protestanten? Wie auch immer: Metzgermeister Seemann ist \\u00fcberzeugt, \\u201edie besten Bratw\\u00fcrste gibt es in Frankens gem\\u00fctlicher Ecke um Neustadt Aisch und Bad Windsheim.\\u201c Solche Geschichten und Zuschreibungen machen aus einem einfachen Gericht eine lokale Spezialit\\u00e4t.<\\\/p>\\n\n\n<p>Die Lebenserfahrung der Verfasserin jedenfalls best\\u00e4tigt: in Mittelfranken gibt es besonders gute Bratw\\u00fcrste. Es ist eine Region, in der Getreide \\u2013 als hochwertiges Mastfutter \\u2013 w\\u00e4chst und viele Bauern Vieh halten. Das Metzgerhandwerk ist hier kleinteilig strukturiert. Im Vergleich zu anderen Regionen Bayerns und Deutschlands schlachten in Mittelfranken noch viele Betriebe selbst. In den kleineren Betrieben und Schlachth\\u00f6fen bekommen die Tiere vor dem Schlachten insgesamt mehr Ruhe, als in Gro\\u00dfschlachth\\u00f6fen. Zwischen den Bauern als regionalen Lieferanten und den Metzgern zu den Endverbrauchern sind die Wege kurz. Es bestehen Vertrauensbeziehungen, die sich positiv auf die Qualit\\u00e4t auswirken.<\\\/p>\\n\n\n<p>Heute gelten vor allem die Gew\\u00fcrzmischung und der sogenannte B\\u00e4ndeldarm als Kennzeichen der mittelfr\\u00e4nkischen groben Bratwurst. Das rohe nur grob gewolfte Fleisch kommt in den B\\u00e4ndeldarm, einen gespaltenen, besonders zarten Schweinedarm. Seine Fettschicht gibt beim Braten Aroma ab und macht die W\\u00fcrste saftig. Charakteristisch ist die seitliche B\\u00e4ndelnaht.<\\\/p>\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"2-5\"},\"children\":[{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Hochzeitsspeisen Ende der 1940er-Jahre im Raum Ochsenfurt: rote \\u00c4pfel, Kaffee, Meerrettich, Wein, Torte und, vorne in der Mitte, Bratw\\u00fcrste wohl mit Kraut, Foto Adam Menth im Bildarchiv des Fr\\u00e4nkischen Freilandmuseums<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Speisen_zur_Hochzeit_spaete_1940er__Foto_Adam_Menth_im_Bildarchiv_des_Fraenkischen_Freilandmuseums_01110_10097baebb.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Hochzeitsspeisen Ende der 1940er-Jahre im Raum Ochsenfurt\"},{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Fresko mit Bratw\\u00fcrsten im Haus aus Matting aus der Zeit 1580-1600, Foto Ute Rauschenbach<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Fresko_aus_der_Zeit_1580-1600_mit_Bratwuersten_im_Haus_aus_Matting__Foto_Ute_Rauschenbach_PICT0015_7fd214f537.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Fresko mit Bratw\\u00fcrsten im Haus aus Matting aus der Zeit 1580-1600\"},{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Fahrende Habe, Holzschnitt von Hans Paur, Der Hund mit den Bratw\\u00fcrsten rechts unten k\\u00f6nnte ein Vorbild f\\u00fcr das Fresko im Haus aus Matting sein.um 1475<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Fahrende_Habe__Holzschnitt_von_Hans_Paur__um_1475_ff0cecc5ba.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\",\"link\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Fahrende_Habe__Holzschnitt_von_Hans_Paur__um_1475_ff0cecc5ba.jpg\",\"link_target\":false,\"panel_link\":true},\"name\":\"Fahrende Habe, Holzschnitt von Hans Paur\"}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h4\",\"content\":\"\\u201egesotten und gebraten, sie m\\u00fcssen all herein\\u201c\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>\\u201eGesotten und gebraten, sie m\\u00fcssen all herein\\u201c \\u2013 hei\\u00dft es im Mozartkanon (KV 560b) \\u201eOh du eselhafter Martin\\u201c zur Zubereitung der G\\u00e4nse. F\\u00fcr die Bratw\\u00fcrste gilt dies gleicherma\\u00dfen. So wie sich das Rezept der groben Bratwurst mit den einfachen M\\u00f6glichkeiten der Hausschlachtung entwickelt hat, entsprechen die Zubereitungsarten der Bratwurst den historischen Kochtechniken.<\\\/p>\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"1-2,1-2\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"1-2\"},\"children\":[{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Bratw\\u00fcrste aufgeh\\u00e4ngt zum R\\u00e4uchern im offenen Schlot der Rauchk\\u00fcche in der M\\u00fchle aus Unterschlauersbach, Foto Werner M\\u00fcller<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Foto_Werner_Mueller__2005_wahrberg_018-2_e697f5372a.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Bratw\\u00fcrste aufgeh\\u00e4ngt zum R\\u00e4uchern im offenen Schlot der Rauchk\\u00fcche in der M\\u00fchle aus Unterschlauersbach\"}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"1-2\"},\"children\":[{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Herd mit offenem Feuer in der M\\u00fchle aus Unterschlauersbach im Fr\\u00e4nkischen Freilandmuseum, Foto Werner M\\u00fcller<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Herd_mit_offenem_Feuer_in_der_Muehle_aus_Unterschlauersbach__Foto_Werner_Mueller__2005_wahrberg_019-2_be9484f3c9.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Herd mit offenem Feuer in der M\\u00fchle aus Unterschlauersbach\"}]}]},{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>In den Bierg\\u00e4rten des Freilandmuseums gibt es auf dem Rost \\u00fcber dem offenen Feuer gebratene W\\u00fcrste. In Th\\u00fcringen hei\\u00dfen die Bratw\\u00fcrste danach \\u201eRoster\\u201c. In der K\\u00fcche der M\\u00fchle aus Unterschlauersbach brennt auf dem gemauerten Herd ein offenes Feuer. Dar\\u00fcber kann der Bratwurstrost stehen oder auch eine Pfanne mit Fett, in der die Bratw\\u00fcrste langsam gebraten werden. Damit der Rauch des offenen Feuers abziehen kann, hatten die alten Rauchk\\u00fcchen \\u00fcber dem Herd einen offenen Schlot. In diesen Schlot wurden Fleisch und W\\u00fcrste in den Rauch geh\\u00e4ngt und so haltbar gemacht. In S\\u00fcdtirol hei\\u00dfen solche W\\u00fcrste demnach \\u201eKaminwurzen\\u201c. R\\u00e4uchern war neben P\\u00f6keln eine der wenigen Konservierungsm\\u00f6glichkeiten von Fleisch in Zeiten vor Erfindung des K\\u00fchlschranks. F\\u00fcr viele Museumsbesucher entspricht der Ausblick in den rauchgeschw\\u00e4rzten mit W\\u00fcrsten beh\\u00e4ngten Schlot der M\\u00fchle aus Unterschlauersbach einer Vorstellung von Schlaraffenland. Die auf diese Weise ger\\u00e4ucherten W\\u00fcrste werden heute meist kalt zur Brotzeit gegessen.<\\\/p>\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"1-2,1-2\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"1-2\"},\"children\":[{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Im Bauernhof aus Reichersdorf ist die Rauchkuchl mit einem Gew\\u00f6lbe aus der Zeit um 1700 Ende des 19. Jahrhunderts modernisiert worden. Das Herdfeuer brennt nun in einem geschlossenen Sparherd. Das ist energiesparender und weniger ru\\u00dfig als ein offenes Herdefeuer. Aber auch das Ofenrohr des Sparherdes endet einfach und entl\\u00e4sst den Rauch in den offenen Schlot. Auf dem Herd im Topf wurden W\\u00fcrste im essigsauren Sud mit Zwiebeln, Gew\\u00fcrzen und Wurzelgem\\u00fcse als \\u201eSaure Zipfel\\u201c gesotten.<\\\/p>\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Von der K\\u00fcche aus wird nicht nur der angebaute Backofen beheizt, dessen Ofenloch in der Bildmitte zu sehen ist, sondern als \\u201eHinterlader\\u201c auch der Kachelofen der benachbarten Stube befeuert. Im Ofenfeuer wurden in dem im Bauernhaus aus Reichersdorf dargestellten Zustand Ende des 19. Jahrhunderts nur noch die Kartoffeln f\\u00fcr die Schweine und das Sauerkraut gekocht, weil diese rundum besonders viel Hitze ben\\u00f6tigten. Die ru\\u00dfgeschw\\u00e4rzten T\\u00f6pfe wurden mit einer Ofengabel ins offene Herdfeuer geschoben. Im Sauerkraut konnte man auch die W\\u00fcrste erw\\u00e4rmen. Davon kommt die Redensart \\u201ejemandem eine h\\u00f6lzerne Wurst auf\\u2018s Kraut legen\\u201c, was so viel bedeutet, wie \\u201eihn pr\\u00fcgeln\\u201c.<\\\/p>\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Die Hitze des Stubenofens wurde auch zum rauchfreien Kochen genutzt. Der Kachelofen in der Stube hat eine Nische, die sogenannte \\u201eR\\u00f6hre\\u201c, in der Schmorgerichte zubereitet werden konnten. In der zweiten H\\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts verlagert sich das Kochen zunehmend weg vom offenen Feuer hin zum geschlossenen Sparherd und zum Kochen bzw. Schmoren in der R\\u00f6hre. Unsere Bratwurstpfanne mit \\u00c4pfeln und Zwiebeln lie\\u00dfe sich gut in dem Stubenofen des Bauernhauses aus Reichersdorf zubereiten. In der K\\u00fcche des Bauernhauses h\\u00e4ngt links am Bord eine Reine aus braunem Emaille, die sich daf\\u00fcr hervorragend eignen w\\u00fcrde.<\\\/p>\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"1-2\"},\"children\":[{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>K\\u00fcche im Bauernhaus aus Reichersdorf mit Sparherd und Backofen, Foto Ute Rauschenbach<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_FFM_Reichersdorf_Kueche__Foto_Ute_Rauschenbach_mgr_22969c3b85.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"K\\u00fcche im Bauernhaus aus Reichersdorf mit Sparherd und Backofen, Foto Ute Rauschenbach\"},{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Stube im Bauernhaus aus Reichersdorf mit Ofen. In der R\\u00f6hre des Stubenofens konnten Speisen geschmort werden, Foto Simon Kotter<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Stube_im_Haus_aus_Reichersdorf_im_Fraenkischen_Freilandmuseum__Foto_Simon_Kotter_gr_c48ef695db.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Stube im Bauernhaus aus Reichersdorf mit Ofen.\"}]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"muted\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"3-5,2-5\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"3-5\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h4\",\"content\":\"Mittelfr\\u00e4nkische grobe Bratw\\u00fcrste\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Mit Aufgabe seines Betriebs Ende Januar 2021 offenbart Metzgermeister Ernst Seemann uns hier das Rezept f\\u00fcr seine beliebten groben Bratw\\u00fcrste, wie er es von seinem Vater gelernt hat.<\\\/p>\\n\n\n<p>Bratwurstmasse aus 1 kg Fleisch: 667g (=2\\\/3) mageres Schweinefleisch (Schulter oder Schlegel), 333 (=1\\\/3) Speck (R\\u00fccken oder Bauch), 16 g Speisesalz f\\u00fcr rohe Bratw\\u00fcrste oder 20g f\\u00fcr ger\\u00e4ucherte Bratw\\u00fcrste, 3 g Majoran, 3 g wei\\u00dfer Pfeffer, 3 g Piment, 2 g gemahlene Muskatnuss, B\\u00e4ndeldarm f\\u00fcr rohe Bratw\\u00fcrste oder D\\u00fcnndarm f\\u00fcr ger\\u00e4ucherte W\\u00fcrste.<\\\/p>\\n\n\n<p>Das in St\\u00fccke geschnittene Fleisch wird gut mit den Gew\\u00fcrzen vermischt, dann im Fleischwolf grob zerkleinert. Nun wird die Masse nochmals gut gemischt und mit nur locker in die B\\u00e4ndeld\\u00e4rme gef\\u00fcllt, damit die W\\u00fcrste sp\\u00e4ter nicht aufplatzen. F\\u00fcr das Ergebnis spielt die Qualit\\u00e4t des Fleisches eine wichtige Rolle. Metzger Seemann verwendet nur die h\\u00f6chste G\\u00fcteklasse.<\\\/p>\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"2-5\"},\"children\":[{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Mittelfr\\u00e4nkische Bratw\\u00fcrste von Metzger Ernst Seemann mit der seitlichen B\\u00e4ndelnaht, Foto Margarete Meggle-Freund<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Mittelfraenkische_Bratwuerste_im_Bendeldarm_gr__Foto_Margarete_Meggle-Freund_e126f1dddb.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Mittelfr\\u00e4nkische Bratw\\u00fcrste von Metzger Ernst Seemann mit der seitlichen B\\u00e4ndelnaht\"}]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"muted\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h4\",\"content\":\"Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"3-5,2-5\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"3-5\"},\"children\":[{\"type\":\"panel\",\"props\":{\"link_text\":\"Read more\",\"title_hover_style\":\"reset\",\"title_element\":\"h3\",\"title_align\":\"top\",\"title_grid_width\":\"1-2\",\"title_grid_breakpoint\":\"m\",\"meta_style\":\"meta\",\"meta_align\":\"below-title\",\"meta_element\":\"div\",\"content_column_breakpoint\":\"m\",\"icon_width\":80,\"image_align\":\"top\",\"image_grid_width\":\"1-2\",\"image_grid_breakpoint\":\"m\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"link_style\":\"default\",\"margin\":\"default\",\"content\":\"\n\n<p><i>Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel, Foto Margarete Meggle-Freund<\\\/i><\\\/p>\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/csm_Bratwuerste_mit_AEpfeln_und_Zwiebeln__Foto_Margarete_Meggle-Freund-05630_18b85b52e9.jpg\",\"panel_style\":\"card-default\"},\"name\":\"Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel\"},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>Und wenn Metzgermeister Ernst Seemann uns hier schon sein traditionsreiches Rezept f\\u00fcr seine groben Bratw\\u00fcrste verr\\u00e4t, zeige ich hier eine moderne Alternative zur einfachen historischen Zubereitung der Bratw\\u00fcrste in Kraut, bei der die Bratw\\u00fcrste heute zusammen mit Gem\\u00fcse in einer Bratwurstpfanne gegart werden. Die w\\u00fcrzigen und saftigen fr\\u00e4nkischen Bratw\\u00fcrste geben Aroma und Fett ab. Mit s\\u00fc\\u00dfs\\u00e4uerlichen \\u00c4pfeln und roten Zwiebeln ergibt das eine k\\u00f6stliche Geschmacksmelange. Selbst meine vegetarischen Freunde lassen sich das so aromatisierte Gem\\u00fcse nicht auskommen. Auf dem Foto wird die Bratwurstpfanne serviert mit einer Gabel mit h\\u00f6lzernem Griff aus der ersten H\\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Die Gabel hat \\u2013 wie eine Kuchengabel \\u2013 drei Zinken, die aber derart spitz sind, dass man sich beim Essen damit in Gefahr bringen w\\u00fcrde. Als Fleischgabel eignet sie sich hervorragend.<\\\/p>\"}},{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>4 Portionen ergeben: 500 g festkochende Kartoffeln, 4 rote Zwiebeln, 4 s\\u00e4uerliche \\u00c4pfel, 4 Zweige frischer Thymian, 2 Stiele frischer Rosmarin, 8 grobe Bratw\\u00fcrste, 4 Zehen Knoblauch, ca. 5 El \\u00d6l, Salz, schwarzer Pfeffer aus der M\\u00fchle.<br \\\/>Als Beilage: 250 g gr\\u00fcne Linsen, Salz, 2 Lorbeerbl\\u00e4tter, 100g Wurzelgem\\u00fcse<br \\\/>Als Dekor: Zitronenscheiben, Zweiglein frischer Thymian, nach Geschmack Sahnemeerrettich.<\\\/p>\\n\n\n<p>Eine Auflaufform, Reine oder einen Br\\u00e4ter einfetten. Die Kartoffeln sch\\u00e4len und in Spalten schneiden, oder man verwendet kleine Kartoffeln. Die Zwiebeln sch\\u00e4len und ebenfalls in Spalten schneiden. Die \\u00c4pfel sch\\u00e4len, entkernen und vierteln. Zusammen mit den Kr\\u00e4utern in die Form geben, salzen und pfeffern und mit etwas \\u00d6l betr\\u00e4ufeln.<br \\\/>Bei 180 Grad im Backrohr etwa 40 Minuten backen. Wenn die Bratw\\u00fcrste oben liegen werden sie mit der Zeit braun und schmecken so \\u00e4hnlich wie gebraten. Dabei sollte man aber aufpassen, dass die oberste Schicht nicht anbrennt. Dazu entweder zwischendurch die Zutaten wenden oder \\u2013 sobald die W\\u00fcrste leicht braun sind \\u2013 die Form mit Deckel oder Alufolie abdecken. Wenn man m\\u00f6chte, kann man auch etwas Gem\\u00fcsebr\\u00fche angie\\u00dfen.<\\\/p>\\n\n\n<p>In der Zwischenzeit die Linsen waschen. In etwas Fett das kleingeschnittene Wurzelgem\\u00fcse anbraten, dann die Linsen, Lorbeerblatt, Salz und reichlich Wasser dazugeben. Kr\\u00e4ftig aufkochen lassen und die Hitze reduzieren und etwa 20 Minuten nur sanft k\\u00f6cheln lassen. Zum Servieren das Wasser abgie\\u00dfen. Mit Zweiglein frischen Thymians und Zitronenscheiben garnieren.<\\\/p>\\n\n\n<p>Wenn sie schon fertig gebraten ist kann die Bratwurstpfanne gut noch etwa eine Viertelstunde in der Nachw\\u00e4rme des ausgeschalteten Backrohrs nachziehen. Auch die Linsen kann man \\u2013 wenn man sie nicht zu weichgekocht hat \\u2013 energiesparend nachquellen lassen. So ist dieses Gericht besonders geeignet, um es in aller Ruhe G\\u00e4sten aufzutischen.<\\\/p>\\n\n\n<p>Falls etwa \\u00fcbrigbleiben sollte: Wird dieses Gericht nochmals aufgew\\u00e4rmt wird, so wird es noch besser, denn es hat dann noch mehr Zeit zum Durchziehen. Dann empfiehlt es sich allerdings, die Pfanne mit Gem\\u00fcsebr\\u00fche aufzugie\\u00dfen, damit es nicht zu sehr anbrennt.<\\\/p>\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"2-5\"},\"children\":[]}]}]},{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"1-5,3-5,1-5\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"1-5\"},\"children\":[{\"type\":\"image\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"image_svg_color\":\"emphasis\",\"image\":\"wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/02\\\/freilandmuseum_badwindsheim_signet_RGB_gross-1.jpg\",\"link\":\"https:\\\/\\\/freilandmuseum.de\\\/\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"3-5\"},\"children\":[{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p>In meiner<a href=\\\"https:\\\/\\\/margarete.meggle-freund.de\\\/?page_id=1950\\\"> Kulinarikserie<\\\/a> des<a href=\\\"https:\\\/\\\/freilandmuseum.de\\\/\\\"> Fr\\u00e4nkischen\\u00a0 Freilandmuseum Bad Windsheim<\\\/a>\\u00a0finden sich alte und erneuerte Rezepte mit Zutaten aus Franken, einfach und allt\\u00e4glich, oder auch einmal aufwendigere, kreative Rezepte mit kulturhistorischem Hintergrund.<\\\/p>\"}}]},{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"1-5\"},\"children\":[]}]}]}],\"version\":\"2.3.32\"} --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"uk-panel\">\n    <a href=\"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?p=2459\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"uk-align-left uk-margin-remove-adjacent\" src=\"wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_Bratwuerste_mit_AEpfeln_und_Zwiebeln__Foto_Margarete_Meggle-Freund-05630_18b85b52e9.jpg\" width=\"225\" height=\"150\" alt=\"Example image\"><\/a><\/p>\n<p>Die Bratw\u00fcrste des Bad Windsheimer Metzgers Ernst Seemann haben den Ruf, die besten der ganzen Stadt zu sein. Ende Januar 2021 gibt der Metzgermeister seinen Traditionsbetrieb auf, womit in der Betriebsst\u00e4tte in der Seegasse eine Handwerkstradition endet, die bis in das 18. Jahrhundert zur\u00fcckreicht. Uns verr\u00e4t Metzger Seemann sein historisches Bratwurstrezept und wir verarbeiten die leckeren Bratw\u00fcrste zu einer modernen Bratwurstpfanne mit Apfel und Zwiebel.<\/p>\n<p>Gute Fr\u00e4nkische Bratw\u00fcrste an einem sch\u00f6nen Ort zu verspeisen ist ein guter Grund f\u00fcr einen Ausflug ins Fr\u00e4nkische Freilandmuseum. Dort kann man viel \u00fcber die verschiedenen traditionellen Zubereitungsarten des fr\u00e4nkischen Traditionsgerichts erfahren.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,1],"tags":[],"class_list":["post-2459","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kulinarik","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2459"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2584,"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2459\/revisions\/2584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}