{"id":2285,"date":"2020-05-14T21:00:42","date_gmt":"2020-05-14T21:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?p=2285"},"modified":"2024-06-23T17:46:56","modified_gmt":"2024-06-23T17:46:56","slug":"schwitzbaden-schroepfen-und-kurieren-virtuelle-eroeffnung-der-ausstellung-zum-baderhandwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?p=2285","title":{"rendered":"Schwitzbaden, Schr\u00f6pfen und Kurieren &#8211; Virtuelle Er\u00f6ffnung der Ausstellung zum Baderhandwerk"},"content":{"rendered":"<h3>Virtuelle Er\u00f6ffnung der Ausstellung zum Baderhandwerk<\/h3>\n<div>\n<p><em>Am Montag, dem 18. Mai, er\u00f6ffnet das Fr\u00e4nkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken wegen der derzeitigen Kontaktbeschr\u00e4nkungen seine neue Sonderausstellung zum Baderhandwerk in Franken per Video im virtuellen Raum. Die Bader sorgten vom Sp\u00e4tmittelalter bis in das 20. Jahrhundert hinein f\u00fcr die Gesundheitspflege und wund\u00e4rztliche Versorgung m Land.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>\u201eBader\u201c ist im deutschsprachigen Raum ein weit verbreiteter Familienname. Das spiegelt wider, dass es im Sp\u00e4tmittelalter eine fl\u00e4chendeckende Versorgung mit Badstuben gab. Nur ein handwerklich ausgebildeter, gepr\u00fcfter und in der Zunft organisierter Bader durfte eine Badstube betreiben. So finster und dreckig kann das Mittelalter also gar nicht gewesen sein. Das Badhausforschungsteam des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums begleitet den Wiederaufbau des mittelalterlichen Badhauses aus Wendelstein, das n\u00e4chstes Jahr im Museum wieder in Betrieb genommen werden soll. Als Vorgeschmack darauf pr\u00e4sentiert das Team seine Forschungsergebnisse zum fast vergessenen Berufsstand der Bader in Franken nun in einer Ausstellung zum Baderhandwerk.<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4tmittelalter war es bei Armen und Reichen \u00fcblich, das Badhaus zu besuchen. \u201eSeelb\u00e4der\u201c waren Stiftungen, die es auch Armen erm\u00f6glichten, ins Badhaus zu gehen. Nach dem Verst\u00e4ndnis der \u201eS\u00e4ftelehre\u201c galt es, \u00fcberfl\u00fcssige K\u00f6rpers\u00e4fte loszuwerden. Wege dazu waren zum Beispiel der Aderlass, aber auch Schwitzen und Schr\u00f6pfen. Gesundheit stellte man sich als das Gleichgewicht der S\u00e4fte vor. Der Bader bot im Badhaus ein Schwitzbad an \u2013 \u00e4hnlich unserer heutigen Sauna. Im gro\u00dfen Badeofen wurden hei\u00dfe Steine mit Wasser \u00fcbergossen, so dass die Badeg\u00e4ste kr\u00e4ftig in Schwitzen kamen. Waren sie dann erw\u00e4rmt und gut durchblutet, lie\u00dfen sie sich h\u00e4ufig vom Bader blutig schr\u00f6pfen. Dazu ritzte der Bader die Haut zun\u00e4chst etwas an, dann setzte er den erw\u00e4rmten Schr\u00f6pfkopf auf. Durch den entstehenden Unterdruck saugte sich der Schr\u00f6pfkopf fest und entzog kleine Mengen Blutes aus der Haut. Haare waschen, schneiden und Rasieren rundeten den Badhausbesuch ab.<\/p>\n<p>In einem nachgebauten h\u00f6lzernen Schwitzkasten, der zur Behandlung Kranker diente, k\u00f6nnen die Besucher der Ausstellung selbst einmal Platz nehmen. Ab dem 16. Jahrhundert nahmen die Badetage in den \u00f6ffentlichen Badstuben immer mehr ab. Wer auf sich hielt, legte sich stattdessen ein privates Badst\u00fcbchen zu. Eine Rolle spielten auch die steigenden Holzpreise und die Angst vor der \u00dcbertragung der Syphillis. F\u00fcr die Bader wurde somit ihr zweites Standbein als Wund\u00e4rzte immer wichtiger.<\/p>\n<p>Seit dem Hochmittelalter galt eine von der Kirche vorgegebene Trennung: die innere Medizin oder \u201eLeibarznei\u201c betrieben studierte \u00c4rzte, die Wundarznei hingegen blieb den handwerklichen Badern oder Barbieren \u00fcberlassen. So war mancher Bader auf das Z\u00e4hneziehen spezialisiert. Kleine chirurgische Eingriffe, wie beispielsweise das \u00d6ffnen von Abszessen oder die Behandlung von Furunkeln, \u00fcbernahmen ebenfalls die Bader. Zahnzangen, Aderlassbestecke oder auch eine Amputationss\u00e4ge f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Operationen zeugen von der umfassenden wund\u00e4rztlichen T\u00e4tigkeit der Bader. Solche seltenen wund\u00e4rztliche Ger\u00e4tschaften sind als kostbare Leihgaben in der tempor\u00e4ren Ausstellung zu sehen.<\/p>\n<p>Die Bader standen in Konkurrenz mit den studierten \u00c4rzten. Manch ein durchaus versierter Chirurgus, wie Doktor Eisenbarth, bot seine K\u00fcnste auf Jahrm\u00e4rkten durchs Land ziehend an. Aber auch Quacksalber waren als Heiler t\u00e4tig. In Windsheim beschwerte sich 1740 der Bader B\u00e4umler beim Rat der Stadt, dass \u201eallhiesiger Scharfrichter sich unterstand \u2026 Sch\u00e4den zu verbinden und seine Quaksalberey \u2026 zu parcticieren,\u201c Der Henker gab daraufhin zu Protokoll, dass er sich mit \u00e4u\u00dferlichen Kuren auskenne, denn, \u201eein Scharfrichter m\u00fcsse soviel verstehen, da\u00df wann ein Inquisit [Angeklagter] in die Tortur komme, und ihm seine glieder verrenkt wurden, er solche wieder in die vorige positur bringen k\u00f6nne.\u201c<\/p>\n<p>Die Bader sorgten f\u00fcr eine medizinische Grundversorgung in der Fl\u00e4che. Auf dem Land gab es bis ins 19. Jahrhundert hinein kaum studierte \u00c4rzte. Die allerletzten fr\u00e4nkischen \u201eBoder\u201c zogen noch im 20. Jahrhundert Z\u00e4hne oder \u00f6ffneten Abszesse, wie uns Zeitzeugen in einer H\u00f6rstation sehr anschaulich berichten.<\/p>\n<p>Die spritzig und farbenfroh gestaltete Ausstellung ist nicht nur inhaltlich interessant, sondern auch ein optisches Vergn\u00fcgen. Einzelbesucher k\u00f6nnen die Ausstellung im Freilandmuseum besichtigen. Aber auch von zu Hause aus ist die virtuelle Er\u00f6ffnung mit ausf\u00fchrlichen Informationen zum Baderhandwerk und Einblicken in die Entstehung der Ausstellung auf Instagram, Facebook und auf der Webseite des Museums www.freilandmuseum.de zu erleben.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Aderlass__Hans_Dirmstein__1471__Universitaetsbibliothek_Johann_Christian_Senckenberg_Frankfurt_Main.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Ein Bader l\u00e4sst eine Frau zur Ader. Hans Dirmstein 1471, Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/463px-Bader__1_.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Bader beim Schr\u00f6pfen. Holzschnitt aus Jost Amman\u00b4s \u201eEygentliche Beschreibung aller St\u00e4n-de auff Erden \u2026\u201c, erstmals Frankfurt am Main 1568<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Schroepfszene_in_eienr_Badstube__Abb_aus_den_Hausbuechern_der_Mendelschen_Zwoelfbruederstiftung_1612__Stadtbibliothek_im_Bildungscampus_Nuernberg.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Schr\u00f6pfszene in einer Badstube, Abbildung aus den Hausb\u00fcchern der Mendelschen Zw\u00f6lf-br\u00fcderstiftung 1612, Stadtbibliothek N\u00fcrnberg<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hans_Wertinger_Badstubenszene__Landshut_1516_bis_1525__Germanisches_Nationalmuseum__Foto_Monika_Runge.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Hans Wertinger Badstubenszene: Im Vordergrund schr\u00f6pft der stehende Bader die beiden sitzenden M\u00e4nner. 1516 bis 1525, Germanisches Nationalmuseum, Foto Monika Runge<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Virtuelle_Eroeffnung_der_Baderausstellung_im_Fraenkischen_Freilandmuseum__Foto_Margarete_Meggle-Freund.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<div>\n<p><i>Das Badhausforschungsteam des Fr\u00e4nkischen Freilandmuseums (Archivar Ralf Rossmeissl, Museumleiter Dr. Herbert May, wiss. Volont\u00e4r Felix Schmieder, Restaurator Frank Wittstadt, Historikerin Dr. Susanne Grosser nicht im Bild) bei der virtuellen Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8222;Bader in Franken&#8220;, Foto Margarete Meggle-Freund<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>Diese Serie st\u00fctzt sich auf den Katalog zur gleichnamigen Ausstellung: \u201eSauberkeit zu jeder Zeit! Hygiene auf dem Land. Petersberg (Michael Imhof Verlag) 2019, 256 S. mit zahlreichen farbigen Abbildungen, ISBN 978-3-7319-0837-1, 19,95 \u20ac, Bezug \u00fcber Fr\u00e4nkisches Freiland-museum info@freilandmuseum.de oder den Buchhandel.<\/p>\n<\/div>\n<p><!-- {\"type\":\"layout\",\"children\":[{\"type\":\"section\",\"props\":{\"style\":\"default\",\"width\":\"default\",\"vertical_align\":\"middle\",\"title_position\":\"top-left\",\"title_rotation\":\"left\",\"title_breakpoint\":\"xl\",\"image_position\":\"center-center\"},\"children\":[{\"type\":\"row\",\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\"},\"children\":[{\"type\":\"headline\",\"props\":{\"title_element\":\"h3\",\"content\":\"Virtuelle Er\\u00f6ffnung der Ausstellung zum Baderhandwerk\"}}]}]},{\"type\":\"row\",\"props\":{\"layout\":\"3-5,2-5\"},\"children\":[{\"type\":\"column\",\"props\":{\"image_position\":\"center-center\",\"media_overlay_gradient\":\"\",\"width_medium\":\"3-5\"},\"children\":[{\"type\":\"text\",\"props\":{\"margin\":\"default\",\"column_breakpoint\":\"m\",\"content\":\"\n\n<p><em>Am Montag, dem 18. 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Das Badhausforschungsteam des Fr\\u00e4nkischen Freilandmuseums begleitet den Wiederaufbau des mittelalterlichen Badhauses aus Wendelstein, das n\\u00e4chstes Jahr im Museum wieder in Betrieb genommen werden soll. Als Vorgeschmack darauf pr\\u00e4sentiert das Team seine Forschungsergebnisse zum fast vergessenen Berufsstand der Bader in Franken nun in einer Ausstellung zum Baderhandwerk.<\\\/p>\\n\n\n<p>Im Sp\\u00e4tmittelalter war es bei Armen und Reichen \\u00fcblich, das Badhaus zu besuchen. \\u201eSeelb\\u00e4der\\u201c waren Stiftungen, die es auch Armen erm\\u00f6glichten, ins Badhaus zu gehen. Nach dem Verst\\u00e4ndnis der \\u201eS\\u00e4ftelehre\\u201c galt es, \\u00fcberfl\\u00fcssige K\\u00f6rpers\\u00e4fte loszuwerden. Wege dazu waren zum Beispiel der Aderlass, aber auch Schwitzen und Schr\\u00f6pfen. Gesundheit stellte man sich als das Gleichgewicht der S\\u00e4fte vor. Der Bader bot im Badhaus ein Schwitzbad an \\u2013 \\u00e4hnlich unserer heutigen Sauna. 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Eine Rolle spielten auch die steigenden Holzpreise und die Angst vor der \\u00dcbertragung der Syphillis. F\\u00fcr die Bader wurde somit ihr zweites Standbein als Wund\\u00e4rzte immer wichtiger.<\\\/p>\\n\n\n<p>Seit dem Hochmittelalter galt eine von der Kirche vorgegebene Trennung: die innere Medizin oder \\u201eLeibarznei\\u201c betrieben studierte \\u00c4rzte, die Wundarznei hingegen blieb den handwerklichen Badern oder Barbieren \\u00fcberlassen. So war mancher Bader auf das Z\\u00e4hneziehen spezialisiert. Kleine chirurgische Eingriffe, wie beispielsweise das \\u00d6ffnen von Abszessen oder die Behandlung von Furunkeln, \\u00fcbernahmen ebenfalls die Bader. Zahnzangen, Aderlassbestecke oder auch eine Amputationss\\u00e4ge f\\u00fcr gr\\u00f6\\u00dfere Operationen zeugen von der umfassenden wund\\u00e4rztlichen T\\u00e4tigkeit der Bader. 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