{"id":1547,"date":"2014-01-26T21:33:42","date_gmt":"2014-01-26T21:33:42","guid":{"rendered":"http:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?page_id=1547"},"modified":"2014-01-26T21:39:41","modified_gmt":"2014-01-26T21:39:41","slug":"eroffnungsvortrag-zur-ausstellung-immer-eine-tasche-zur-hand-im-stadtmuseum-gerlingen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/margarete.meggle-freund.de\/?page_id=1547","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnungsvortrag zur Ausstellung \u201eImmer eine Tasche zur Hand\u201c im Stadtmuseum Gerlingen"},"content":{"rendered":"<p>Vortrag zur Ausstellungser\u00f6ffnung \u201eImmer eine Tasche zur Hand\u201c im Stadtmuseum<br \/>\nGerlingen am 3. April 2005<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Dr. Margarete<br \/>\nMeggle-Freund<\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial\">Einleitung:<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Was haben Sie heute in Ihren Taschen dabei? Welche<br \/>\nGeheimnisse birgt Ihre Tasche? Welche Tasche haben Sie gew\u00e4hlt? Die meisten<br \/>\nHerren unter uns bringen wahrscheinlich, die Dinge, die sie heute ben\u00f6tigen, in<br \/>\nden Taschen ihrer Kleidung unter. Die Damen dagegen haben wohl eine stilistisch<br \/>\nauf ihre Kleidung abgestimmte Tasche gew\u00e4hlt. Schl\u00fcssel und Geld wird sich wohl<br \/>\nin den Taschen aller finden. Warum verhalten sie sich dann aber so<br \/>\nunterschiedlich?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Vom Schulranzen der Kinderzeit bis zum Schl\u00fcssel des<br \/>\nAltenheimzimmers &#8211; unser ganzes selbst\u00e4ndiges Leben sind wir gezwungen, alle<br \/>\nTage Dinge und Taschen mit uns herumzutragen. Das Gebrauchsfeld Tasche ist<br \/>\ngekennzeichnet durch eine gro\u00dfe Spannweite: Es geh\u00f6rt dazu die Hosentasche<br \/>\neines Lausbuben mit tausend Kleinigkeiten in ihrer Tiefe, wie eine elegante<br \/>\nDamenhandtasche. Einkaufsk\u00f6rbe, Rucks\u00e4cke und Aktenkoffer, ebenso Taschen in<br \/>\nder Kleidung, aber auch Taschenverweigerung z\u00e4hlen dazu. Schon \u00d6tzi hatte einen<br \/>\nBeutel dabei. Deshalb gelten Taschen in der Modegeschichte auch als die<br \/>\n\u00e4ltesten Accessoires.<a href=\"#_edn1\" id=\"_ednref1\" name=\"_ednref1\" title=\n\"_ednref1\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><br \/>\n<!--[if !supportFootnotes]--><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n\"font-size: 12pt; font-family: Arial\">[i]<\/span><br \/>\n<!--[endif]--><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Die Ausstellung pr\u00e4sentiert uns dementsprechend eine gro\u00dfe<br \/>\nSpannweite an Taschen aus unterschiedlichen Zeiten, Materialien, Formen und f\u00fcr<br \/>\ndie verschiedensten Bed\u00fcrfnisse. Bei einer Ausstellung stehen nat\u00fcrlich die<br \/>\nObjekte im Vordergrund. Als Erg\u00e4nzung dazu m\u00f6chte ich heute einmal die Seite<br \/>\nwechseln und die Benutzter zu Wort kommen lassen. Von den Erfahrungen der<br \/>\nTaschen-Nutzer aus schauen wir dann die Taschen vielleicht neu an.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Darf ich ihnen dazu einige Ergebnisse meiner<br \/>\nMagisterarbeit <a href=\"#_edn2\" id=\"_ednref2\" name=\"_ednref2\" title=\n\"_ednref2\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><br \/>\n<!--[if !supportFootnotes]--><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n\"font-size: 12pt; font-family: Arial\">[ii]<\/span><!--[endif]--><\/span><\/a><br \/>\nvorstellen. Zum Umgang der Menschen mit ihren Taschen, dem was sie in der<br \/>\nTasche tragen und wie sie dar\u00fcber sprechen. Im Taschenb\u00fcro des M\u00fcnchner<br \/>\nFundamtes habe ich 30 Personen befragt. Der aktuelle Verlust ihrer Tasche war<br \/>\nihnen Anla\u00df \u00fcber etwas sonst ganz selbstverst\u00e4ndliches wie Taschen zu<br \/>\nsprechen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Aus der F\u00fclle des Materials greife ich hier drei Bereiche<br \/>\nheraus. Aus verschiedenen Blickwinkeln soll das Gebrauchsfeld Tasche beleuchtet<br \/>\nwerden. Zuerst m\u00f6chte ich nach den Dingen in der Tasche fragen. F\u00fcr welche<br \/>\nGegenst\u00e4nde gebrauchen wir Taschen? Dann geht die Frage nach der Art der<br \/>\nTaschen vom Einkaufskorb \u00fcber den Rucksack zur Damenhandtasche. Um abschlie\u00dfend<br \/>\neinige Bemerkungen zur Bedeutung der Tasche f\u00fcr den Einzelnen zu<br \/>\nmachen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\">1. Der Blick auf die Dinge in der Tasche:<br \/>\nGrundausstattungen im Lebenskampf<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Beginnen wir also mit dem Blick auf die Dinge in der<br \/>\nTasche. Alle Interviewpartner z\u00e4hlten auf die Frage hin, was sie denn<br \/>\nnormalerweise so immer dabei h\u00e4tten, eine Reihe von Gegenst\u00e4nden auf. Fast alle<br \/>\nerz\u00e4hlten mir, da\u00df sie immer die GSA-Mischung (= Geld, Schl\u00fcssel und Ausweis)<br \/>\ndabei h\u00e4tten. Das ist f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen gleich. Diese Dinge dabei zu haben,<br \/>\nhei\u00dft auch, weitgehend f\u00fcr sich selbst die Verantwortung zu \u00fcbernehmen,<br \/>\nerwachsen zu sein. Ein Kind kann meist ohne all diese Dinge sein. Solche, die<br \/>\nsie doch brauchen, haben einen eigenen Namen: Schl\u00fcsselkinder.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Bei der allgemeinen Verbreitung dieser GSA-Mischung stellt<br \/>\nsich die Frage, ob selbst ein so pers\u00f6nlicher Bereich, wie die eigene Tasche,<br \/>\ndurch die industrielle Massenkultur bestimmt ist? An einem Taschenportr\u00e4t als<br \/>\nBeispiel soll das einmal genauer gepr\u00fcft sein. Eine mir bekannte 50-j\u00e4hrige<br \/>\nDame leerte in froher Runde zum Spa\u00df ihre Handtasche aus. Aus dem kleinen (etwa<br \/>\n17cm x 15 cm) blauen Ledert\u00e4schchen kamen folgende Dinge zum<br \/>\nVorschein:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">1. im vorderen Fach lose Geldscheine,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">2. ein kleiner Geldbeutel f\u00fcr Kleingeld,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">3. ein Plastikl\u00f6ffel f\u00fcr Joghurt auf Reisen,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">4. ein kleines Damentaschenmesser,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">5. ein gelber Miniblock,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">6. ein kurzer Bleistift,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">7. ein Kuli,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">8. ein Terminkalender mit eingelegtem Foto von Tochter und<br \/>\nEnkelkindern,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">9. ein Lesebrille,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">10. lose der Personalausweis,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">11. lose ein Scheckkarte,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">12. Gr\u00fcne Karte vom M\u00fcnchner Verkehrsverbund,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">13. Haus-, Auto-, Fahrradschl\u00fcssel,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">14. eine Klappschere,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">15. ein P\u00e4ckchen Tempos,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">16. eine Lippenpomade,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">17. ein T\u00fcbchen Herpessalbe,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">18. eine Minitube Makeup,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">19. ein Lippenstift,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">20. Erfrischungst\u00fccher,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">21. ein kleiner runder Spiegel,<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">22. ein Kamm.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Die Dame geno\u00df sichtlich unsere Verwunderung, wieviel in<br \/>\nso einer kleinen Tasche Platz hat. Vieles kann deshalb nur in Miniausf\u00fchrung<br \/>\nmit, wie z. B. ein extra kurzer Bleistift, der Mini-Block oder die Pr\u00f6bchentube<br \/>\nMakeup. Mit Findigkeit und Raffinesse sucht sie die geeigneten S\u00e4chelchen<br \/>\nzusammen. Improvisationsfreude und handwerkliches Geschick sind typisch f\u00fcr<br \/>\ndiese Frau. Daf\u00fcr d\u00fcrfen auch die Werkzeuge, wie Schere und Messer, nicht<br \/>\nfehlen. Als ausgesprochener Darstellungstyp pr\u00e4sentiert sie ihr<br \/>\nTaschenspezialmix mit offensichtlichem Vergn\u00fcgen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Diese Dame hat zwar auf lauter vorgegebene Dinge<br \/>\nzur\u00fcckgegriffen, sie hat aber alles nach ihren ganz speziellen Bed\u00fcrfnissen aus<br \/>\nden M\u00f6glichkeiten verschiedener Stile und Geschmacksrichtungen individuell<br \/>\nzusammengesucht. Auch bei ihr ist selbstverst\u00e4ndlich die GSA-Mischung unter<br \/>\nihren Dingen dabei. Doch im Umgang damit zeigt sich schon der &#8222;Eigensinn&#8220;<br \/>\n<a href=\"#_edn3\" id=\"_ednref3\" name=\"_ednref3\" title=\"_ednref3\"><span class=\n\"MsoEndnoteReference\"><!--[if !supportFootnotes]--><span class=\n\"MsoEndnoteReference\" style=\"font-size: 12pt; font-family: Arial\">[iii]<\/span><br \/>\n<!--[endif]--><\/span><\/a>: Scheinbar unachtsam bewahrt sie ihr Papiergeld nur<br \/>\nlose im vorderen Fach auf, wo doch gerade Geld \u00fcblicherweise besonders gut und<br \/>\nsicher aufbewahrt wird. K\u00f6nnte das ein Weigerung sein, vor der Macht des Geldes<br \/>\nzuviel Respekt zu zeigen? Es ist dieser Frau jedenfalls gelungen, mit ihrer<br \/>\nTasche, trotz Anpassung an Notwendigkeiten und \u00dcblichkeiten, sich ein St\u00fcck<br \/>\nEigen-Sinn zu bewahren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Auch bei den 31 Interviewpartnern glich kein Tascheninhalt<br \/>\ngenau einem anderen. Doch alle Gespr\u00e4chspartner sprachen von den Dingen, die<br \/>\nsie <span style=\"text-decoration: underline\">immer<\/span> haben. Jedenfalls<br \/>\nhatten sie eine Vorstellung von der Vollst\u00e4ndigkeit ihrer Dinge.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Viele berichteten im Laufe des Interviews, da\u00df sie einen<br \/>\nfesten Grundstock an Dingen in ihrer Haupttasche oder in jeder Tasche haben.<br \/>\nDie Dinge solcher Grundausstattungen verga\u00dfen sie dann auch oft zuerst bei<br \/>\nihren Aufz\u00e4hlungen: Sie sind st\u00e4ndig eingepackt, an sie mu\u00df man nicht denken.<br \/>\nSie sind Grund-Ausr\u00fcstung im allt\u00e4glichen Lebenskampf. Ihre Best\u00e4ndigkeit und<br \/>\nVerf\u00fcgbarkeit kann ein St\u00fcck allt\u00e4glicher Daseinssicherheit<br \/>\nvermitteln.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Helvetica\">Vom lieben Geld<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 5pt; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Helvetica\">Das am h\u00e4ufigsten erw\u00e4hnte Ding in der<br \/>\nTasche ist das Geld bzw. der Geldbeutel. Eine junge Frau formulierte, da\u00df Geld<br \/>\neigentlich ihre Handtasche definiert: &#8222;&#8230;a Ding, wo ma halt &#8211; was wei\u00df i &#8211; a<br \/>\nGeldb\u00f6rse rein tut. Die tragt ma net einfach so rum.&#8220; F\u00fcr Notlagen w\u00fcnschen<br \/>\nsich viele Gespr\u00e4chspartner Geld. Daf\u00fcr gibt es verschiedene Alltagsregeln, wie<br \/>\nz.B. &#8222;Geld mu\u00df man immer bei sich haben.&#8220; Dahinter steckt die Vorstellung von<br \/>\nder Not-wendig-keit des Geldes. Solche Kraft wird dem Geld wegen seiner gro\u00dfen<br \/>\nSymbolkraft unterstellt: Der papierene Geldschein oder die M\u00fcnze aus Blech<br \/>\nhaben keinen materiellen Wert f\u00fcr sich, nur durch soziale \u00dcbereinkunft werden<br \/>\nsie zu Symbolen f\u00fcr Materie und Zahlungskraft. Geld hat dar\u00fcber hinaus noch<br \/>\neine weiter reichende symbolische Dimension: Mit Geld lassen sich in unserer<br \/>\nGesellschaft nicht nur G\u00fcter kaufen, vielmehr wird der Besitz von G\u00fctern zum<br \/>\nfast alleinigen Ma\u00dfstab f\u00fcr pers\u00f6nlichen Rang. Solange es statusgl\u00e4ubige<br \/>\nMenschen gibt, kann man sich mit Geld auch ihre psychische Zuwendung erkaufen.<br \/>\nVor diesem Hintergrund erkl\u00e4rt sich auch die starke Betonung des<br \/>\nSicherheitsaspektes im allt\u00e4glichen Umgang mit Geld. Fast jeder hat Tricks, wie<br \/>\ner Bargeld am sichersten mit sich herumtr\u00e4gt. Regeln zur Sicherheit reichen bis<br \/>\nin den h\u00e4uslichen Bereich: &#8222;Man soll Geld nicht offen herumliegen lassen.&#8220;<br \/>\nOffenheit im Umgang mit Geld gilt als besonderes Zeichen f\u00fcr famili\u00e4res<br \/>\nVertrauen. Doch sp\u00e4testens beim Bankkonto setzt die Eltern meist eine die<br \/>\nGrenze zu ihren Kindern. Erwachsenen untereinander verschweigen in der Regel<br \/>\nihr Einkommen. Auch sprachlich ist nur unbestimmt von &#8222;Geld&#8220;, &#8222;a Geld&#8220; oder<br \/>\n&#8222;etwas Geld&#8220; die Rede. Selbst das Beh\u00e4ltnis f\u00fcr Geld, der Geldbeutel wird<br \/>\nbesonders behandelt. Obwohl heute der Kontostand viel mehr \u00fcber die materielle<br \/>\nPotenz einer Person aussagt. Der Geldbeutel wird im und durch den Gebrauch zum<br \/>\nZeichen f\u00fcr Zahlungsf\u00e4higkeit &#8211; f\u00fcr Macht.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-bottom: 5pt; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Helvetica\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\">2. Der Blick vom Material her:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\"><span>&nbsp;<\/span>K\u00f6rbe und Rucks\u00e4cke als<br \/>\nTaschen f\u00fcr einen Zeit- und Lebensstil<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Nicht nur die Dinge in der Tasche k\u00f6nnen zu Zeichen<br \/>\nwerden, sondern auch die Taschen selbst. Die GSA-\/Geld-Schl\u00fcssel-Ausweis-<br \/>\nGrundausr\u00fcstung, von der bisher die Rede war, tragen die meisten<br \/>\nGespr\u00e4chspartner in einer Handtasche. Daneben gibt es aber f\u00fcr jede Lebenslage<br \/>\neine passende Tasche. Daraus sollen zwei spezielle herausgegriffen werden:<br \/>\nK\u00f6rbe und Rucks\u00e4cke. Diese zweite Blickrichtung auf das Gebrauchsfeld Tasche<br \/>\ngeht von der Materialit\u00e4t der Dinge aus.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Immer wieder erw\u00e4hnten die Gespr\u00e4chspartner K\u00f6rbe. Sie<br \/>\nsind in ihrer Funktion klar festgelegt als Transportmittel zum Einkaufen oder<br \/>\nim Freizeitbereich. Sie gelten vielen als sch\u00f6n, weil sie aus Naturmaterial<br \/>\nhergestellt sind. Mit der \u00f6kologischen Bewegung wurden K\u00f6rbe in den letzten<br \/>\nJahren sehr modern. Sie stehen f\u00fcr eine nat\u00fcrliche Lebensform. K\u00f6rbe als solche<br \/>\nsind oft schon ziemlich schwer in ihrem Eigengewicht. Die modische Zuschreibung<br \/>\nals sch\u00f6ne und nat\u00fcrliche Transportmittel aber l\u00e4\u00dft diesen Nachteil v\u00f6llig<br \/>\nvergessen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Als ebenso praktisch wie nat\u00fcrlich gelten heute Rucks\u00e4cke.<br \/>\nF\u00fcr die \u00e4lteren Interviewpartner waren sie vor allem Gegenst\u00e4nde zum Wandern.<br \/>\nAus dieser Verwendung als Requisit im Kontakt mit der Natur r\u00fchrt ein Teil<br \/>\nihrer modernen Wertaufladung: Sie sind modisches Tragebeh\u00e4ltnis zum Gebrauch in<br \/>\nder Natur, wie gleicherma\u00dfen in der Stadt. Sie gelten als leger, locker,<br \/>\njugendlich und vor allem nat\u00fcrlich. Ihr Material ob Plastik in Neonschockfarben<br \/>\noder Leder mit Leinen in Naturt\u00f6nen spielt dabei keine Rolle.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Rucks\u00e4cke sind heute typisches Tragebeh\u00e4ltnis f\u00fcr einen<br \/>\nbestimmten Lebensstil. Ein \u00e4ltere Dame charakterisiert danach ihre beiden<br \/>\nerwachsenen S\u00f6hne: &#8222;Der eine ist Polizist und tr\u00e4gt Jeans und Anorak, und<br \/>\nbenutzt einen Rucksack. Der andere arbeitet in einer Bank. Er ist ein ganz<br \/>\nanderer Typ, der mit Anzug und Aktenkoffer unterwegs ist.&#8220; Vor allem junge<br \/>\nMenschen, die noch weniger eingebunden sind in \u00f6konomische Zw\u00e4nge, vermittelten<br \/>\nzuerst die Rucksackmode, z.B. Studenten mit ihren Studienrucks\u00e4cken.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Daraus ergibt sich folgendes Res\u00fcmee: Korb und Rucksack<br \/>\nk\u00f6nnen Zeichen f\u00fcr einen Lebens- und Zeitstil sein, der gleichzeitig den Stil<br \/>\nbestimmter sozialer Gruppen ausmachen kann. Sie erhalten beide die sprachlichen<br \/>\nEtiketten &#8222;funktionell&#8220; und &#8222;nat\u00fcrlich&#8220;. &#8222;Funktionell&#8220; bedeutet aber keineswegs<br \/>\nan einen Zweck angepa\u00dft, sondern eingepa\u00dft in ein System von<br \/>\nBewertungen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\">Eine Handtasche macht die Dame aus.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\">Frauenbilder &#8211; Frauenrollen<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">F\u00fcr einen Mann gen\u00fcgt es, Geld dabeizuhaben; den Frauen<br \/>\ndagegen wird nach dem g\u00e4ngigen Bild unterstellt, sie br\u00e4uchten etwas mehr. So<br \/>\nformulierte es eine Gespr\u00e4chspartnerin: &#8222;Einen Spiegel, damit sie kontrollieren<br \/>\nkann, ob sie ordentlich aussieht. Die M\u00e4nner, och Gott, die sehn ja immer sch\u00f6n<br \/>\naus, auch wenn sie nicht sch\u00f6n sind. &#8211; Bilden sie sich ein.&#8220; Um ihre Kosmetika<br \/>\nund sonstige Requisiten unterzubringen, braucht Frau ihre Handtasche. Nun geht<br \/>\nes sogar soweit, da\u00df die Handtasche erst eine Dame ausmacht. &#8211; Es stimmt<br \/>\nsicher, da\u00df es in unserer Gesellschaft \u00fcberwiegend den Frauen \u00fcberlassen<br \/>\nbleibt, sich mit ihrem K\u00f6rper auszudr\u00fccken. Dazu geh\u00f6rt dekorative Kosmetik<br \/>\ngenauso wie eine k\u00f6rperbetonte Mode, die meist keine auftragenden<br \/>\nKleidertaschen erlaubt. Seit der Franz\u00f6sischen Revolution gibt sich die<br \/>\nHerrenmode in zur\u00fcckhaltenden Farben im b\u00fcrgerlichen Einheitsanzug: Der B\u00fcrger<br \/>\n\u00fcberzeugt allein durch Leistung.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Wobei die Damenhandtasche f\u00fcr einen Schritt der Frau in<br \/>\ndie \u00d6ffentlichkeit steht. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sie sich aus<br \/>\ndem Reisegep\u00e4ck. Als dann im ersten Weltkrieg auch Frauen zunehmend ins<br \/>\nBerufsleben eintraten und mit der Mode der Zwanziger Jahre die Frauenkleidung<br \/>\nfigurbetonter und k\u00fcrzer wurde brauchten auch Frauen eine Tasche. Die<br \/>\nDamenhandtasche wurde in dieser Zeit zum Kennzeichen der berufst\u00e4tigen Frau.<br \/>\nSeit dem blieb die Mode kurz; frau konnte also nicht mehr die ben\u00f6tigten Dinge<br \/>\nin den Taschen der gebauschten R\u00f6cken unterbringen. Die Damenhandtasche ist<br \/>\nseitdem ein festes Accessoire zur Frauenkleidung. \u2013 soweit ein kleiner<br \/>\nhistorischer Rekurs.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Zum Bild von Frau geh\u00f6rt auch noch dazu, dass weibliches<br \/>\nSprechen weniger auf harte Fakten abhebt, vielmehr steht die menschliche<br \/>\nBeziehung zum Gegen\u00fcber im Vordergrund. Es ist eine weibliche Tugend, offen auf<br \/>\nsein Gegen\u00fcber einzugehen, und die eigene Rolle den wechselnden Situationen<br \/>\nflexibel anzupassen. Die Damenhandtasche kann auch gelesen werden als ein<br \/>\nZwischenbereich, der nicht mehr direkt zum K\u00f6rper geh\u00f6rt, wohl aber noch zur<br \/>\nPerson. <a href=\"#_edn4\" id=\"_ednref4\" name=\"_ednref4\" title=\n\"_ednref4\"><span class=\"MsoEndnoteReference\"><br \/>\n<!--[if !supportFootnotes]--><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n\"font-size: 12pt; font-family: Arial\">[iv]<\/span><!--[endif]--><\/span><\/a> Auch<br \/>\nhier ist Frau offen gegen\u00fcber ihrer Umwelt. Die Handtasche enth\u00e4lt dazu einen<br \/>\nFundus n\u00f6tiger Requisiten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">&#8211; Soweit die Theorie, die sicher in grober Linie zutrifft.<br \/>\nDie Frau, die im Gegensatz zum Mann immer unn\u00f6tig viele Dinge und vor allem<br \/>\nKosmetika mit sich herum tragen mu\u00df, ist aber vor allem ein Bild in den K\u00f6pfen.<br \/>\nWer hat nicht schon die Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner beobachtet, die aus ihren<br \/>\nhochoffiziellen Aktenkoffern Illustrierte, ein Apfel und sonstigen Kleinkram<br \/>\nherausziehen &#8211; und nicht immer nur Akten? Oder die zahlreichen Frauen, die auf<br \/>\neine Handtasche aus praktischen Gr\u00fcnden verzichten? Solche Frauenbilder m\u00fcssen<br \/>\nnicht einengen. Ich meine vielmehr, da\u00df in der weiblichen Rollenvielfalt und<br \/>\nden zahlreichen Varianten der Taschenmode ein gro\u00dfer gestalterischer Spielraum<br \/>\nliegt, der sich uns als emanzipierten Frauen nach unserem individuellen<br \/>\nGeschmack er\u00f6ffnet.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\">3. Der Blick vom Einzelnen aus:<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"font-weight: bold; text-align: justify\">\n<span style=\"font-family: Arial\"><span>&nbsp;<\/span>Pers\u00f6nliche Dinge &#8211; Der<br \/>\nTabubereich Tasche<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">Abschlie\u00dfend soll der Blick noch einmal vom Einzelnen<br \/>\nausgehen. Diesmal nicht von seinem Ding, sondern von seinem Anspruch als<br \/>\nPerson. \u00dcbereinstimmend bezeichneten meine Interviewpartner ihre Tasche als<br \/>\neinen &#8222;pers\u00f6nlichen&#8220; Gegenstand. Die Dinge in der Tasche sind`s nicht, die so<br \/>\npers\u00f6nlich sind. Auch den weiblichen Lippenstift kann frau ganz offen<br \/>\nbenutzten. Trotzdem bleibt eine gewisse Scheu vor der Tasche. F\u00fcr alle<br \/>\nBefragten des Forschungsprojektes ist die Tasche an\u00adderer et\u00adwas, das sie<br \/>\nachten, in das sie nicht ohne weiteres hin\u00adeinschauen. Dies ist nur in wenigen<br \/>\nSituationen unter Vertrauten \u00fcblich oder m\u00f6glich: &#8222;Also ich w\u00fcrd`s nie bei<br \/>\nan\u00addern machn, da\u00df ich da in irgendwelche Handtaschen reinschau. Es sei denn<br \/>\neine Freundin sagt: `Hol mal des und des!` Des is kein Problem.&#8220; F\u00fcr viele ist<br \/>\nihre Tasche etwas, das sie sich vorbehal\u00adten. Die Wahrung dieser Grenzsetzung<br \/>\nfordern sie von anderen ein. F\u00fcr manche da\u00adgegen ist ihre Tasche etwas, das<br \/>\nVertrauten offensteht. Eine Mutter antwortete auf die Frage, ob ihre Familie in<br \/>\nihre Handtasche schauen darf: &#8222;Ja, ja ohne weiteres. &#8230; Also mei, also grad<br \/>\nmeine T\u00f6chter, die j\u00fcngste, die hat immer wieder so an Geldz\u00e4hlfimmel, die<br \/>\nsucht dann die Geldbeutel aus den Taschen raus und z\u00e4hlt nach, was wieviel Geld<br \/>\njetzt jeder in der Tasche hat.&#8220; Die famili\u00e4re Offen\u00adheit reicht hier sogar bis<br \/>\nzum Geldbeutel. Aber auch hier erz\u00e4hlten die Familien\u00admitglieder im\u00admer wieder<br \/>\nvon anderen abgegrenzten Bereichen: M\u00f6glichst vorsichtig fragte ich eine<br \/>\nFamilienmutter nach ihrer pers\u00f6nlichen Tasche. Darauf sie: &#8222;Ach was. Ich kenn<br \/>\nviele Fraun, die st\u00fclpen des immer aus, wenn`s nix finden.&#8220; Sie selbst ben\u00fctzt<br \/>\nkeine Handtaschen. Aber von ihrem Schreibtisch sagte sie: &#8222;Da darf niemand ran,<br \/>\nnein. Da flipp ich aus, wenn da einer ran ging. Es is egal, ob des a<br \/>\nRadiergummi is oder, is wurscht.&#8220; Sie, die sich sonst so locker gibt, ist hier<br \/>\nbesonders streng.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">So sichern sich alle ihren pers\u00f6nlichen Bereich: Sei es<br \/>\neine Schublade, ein K\u00e4stchen oder eben die eigene Tasche. Die Form h\u00e4ngt von<br \/>\nMentalit\u00e4t und Lebensumst\u00e4nden des einzelnen ab. Wichtig ist die M\u00f6glichkeit,<br \/>\nda\u00df solch ein Bereich geschlossen oder verschlossen werden kann. Die Dunkelheit<br \/>\nin einer Tasche macht die Dinge darin sogar unsichtbar. Eine Tasche l\u00e4\u00dft sich<br \/>\nals Schutzbereich des einzelnen interpretieren. Nur man selbst hat dar\u00fcber die<br \/>\nVerf\u00fcgungsgewalt. Wichtig ist die damit offengehaltene M\u00f6glichkeit eines<br \/>\nSchutzes und Abschlu\u00dfes, nicht die Dinge selbst. Mit der eigenen Tasche als<br \/>\nTabubereich l\u00e4\u00dft sich ein St\u00fcck weit das jedem zustehende Recht auf Schutz<br \/>\nseiner Pers\u00f6nlichkeit im Alltag verwirklichen. Braucht nicht gerade in unserer<br \/>\nheutigen Massenkultur jeder einzelne von uns f\u00fcr seinen Alltag einen<br \/>\ndinglich-konkreten Freiraum?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><span style=\n\"font-family: Arial\">In diesem Sinn w\u00fcnsche ich uns alle immer eine Tasche zur<br \/>\nHand. \u2013 f\u00fcr den Moment vielleicht am liebsten eine Maultasche auf dem<br \/>\nL\u00f6ffel.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<div>\n    <!--[if !supportEndnotes]--><br clear=\"all\"><\/p>\n<hr size=\"1\" style=\"text-align: left\" width=\"33%\">\n    <!--[endif]--><\/p>\n<div id=\"edn1\">\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a href=\"#_ednref1\" id=\"_edn1\" name=\"_edn1\"\n        title=\"_edn1\"><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-family: Arial\"><!--[if !supportFootnotes]--><span class=\n        \"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-size: 10pt; font-family: Arial\">[i]<\/span><!--[endif]--><\/span><\/a><br \/>\n        <span lang=\"EN-GB\" style=\"font-family: Arial\">Loschek, Ingrid:<br \/>\n        Taschen.<\/span> <span style=\"font-family: Arial\">In: Accessoires,.<br \/>\n        Geschichte und Symbolik. M\u00fcnchen 1993, S.254 \u2013 268, hier S.<br \/>\n        254.<\/span><\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"edn2\">\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a href=\"#_ednref2\" id=\"_edn2\" name=\"_edn2\"\n        title=\"_edn2\"><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-family: Arial\"><!--[if !supportFootnotes]--><span class=\n        \"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-size: 10pt; font-family: Arial\">[ii]<\/span><!--[endif]--><\/span><\/a><br \/>\n        <span style=\"font-family: Arial\">Meggle, Margarete: In der Tiefe der<br \/>\n        Tasche. Sprechen \u00fcber sich und seine Sachen. M\u00fcnchen (Magisterarbeit<br \/>\n        Typoskript) 1993, http:\/\/margaret.meggle-freund.de<\/span><\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"edn3\">\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"#_ednref3\" id=\"_edn3\" name=\"_edn3\" title=\n        \"_edn3\"><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-size: 10pt; font-family: Arial\"><br \/>\n        <!--[if !supportFootnotes]--><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-size: 10pt; font-family: Arial\">[iii]<\/span><br \/>\n        <!--[endif]--><\/span><\/a><span style=\n        \"font-size: 10pt; font-family: Arial\">Siehe Selle, Gerd und Boehe,<br \/>\n        Jutta: Leben mit den sch\u00f6nen Dingen. Anpassung und Eigensinn im Alltag<br \/>\n        des Wohnens. Reinbek 1986.<\/span><\/p>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"edn4\">\n<p class=\"MsoEndnoteText\"><a href=\"#_ednref4\" id=\"_edn4\" name=\"_edn4\"\n        title=\"_edn4\"><span class=\"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-family: Arial\"><!--[if !supportFootnotes]--><span class=\n        \"MsoEndnoteReference\" style=\n        \"font-size: 10pt; font-family: Arial\">[iv]<\/span><!--[endif]--><\/span><\/a><br \/>\n        <span style=\"font-family: Arial\">Vergleiche zur symbolischen Bedeutung<br \/>\n        der Tasche H\u00fclsenbeck, Annette: [Kultur]Taschen. \u00dcbergangsobjekte und<br \/>\n        Geh\u00e4usereste. Accessoires in Zwischen-R\u00e4umen. In: Mentges, Gabriele<br \/>\n        (Hrsg.): Geschlecht und materielle Kultur. Frauen-Sachen,<br \/>\n        M\u00e4nner-Sachen, Sach-Kulturen. M\u00fcnster, New York, M\u00fcnchen, Berlin 200,<br \/>\n        S. 185 \u2013 214.<\/span><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vortrag zur Ausstellungser\u00f6ffnung \u201eImmer eine Tasche zur Hand\u201c im Stadtmuseum Gerlingen am 3. April 2005 Dr. Margarete Meggle-Freund Einleitung: Was haben Sie heute in Ihren Taschen dabei? Welche Geheimnisse birgt Ihre Tasche? Welche Tasche haben Sie gew\u00e4hlt? 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