Gesammelte Gegenwart- Eine virtuelle Ausstellung

Alkopop



Aussen hip- Innen Sprit




Sprit(z)iges Trinkdesign aus der Limoflasche

smirnoff ice no. 97

Die Marke Smirnoff Ice No. 97 präsentiert sich traditionell rot-silbern im 275 ml-Glasflaschen-Design: Das Firmensymbol des zweiseitig gespiegelten und einfach bekrönten Adlers ziert Flaschenhals und Etikett. Farblich abgestimmt verweist ein dreizeiliger Schriftzug im unteren Bereich der Mehrwegflasche auf das Verbot der Abgabe an unter 18jährige. Dieser Getränkemix aus Wasser, 7,5% Vodka und Lemon-Aroma wird von der Firma Smirnoff gezielt als Alternative zum puren Vodkagenuss ihres üblichen Angebots vermarktet.

Smirnoff Ice No. 97 gehört 2006 zu jenen verbliebenen Mixgetränken aus Spirituosen, Wasser, Limonade und Koffeinzusätzen, welche unter dem Namen Alkopops Ende der 90er in ganz Europa den Markt überschwemmten. Schon aus der Wortverbindung von alco und pop (Brause) lassen sich die Hauptbestandteile dieser Drinks ableiten. Die süßen, kohlensäurehaltigen Getränke mit einem Alkoholzusatz von 2% - 7% versprechen dem Konsumenten einen leicht spritzig- erfrischenden Alkoholgenuss mit garantiertem Rauscheffekt. Abgefüllt in kleine handliche Flaschen, im farblich- sowie motivischen Trenddesign werden vor allem Jugendliche angesprochen.

Wegen der Zusätze hochprozentiger Spirituosen wird in Deutschland seit dem 1. Juli 2004 eine beträchtliche Steuer auf diese Mixge- tränke erhoben. Es bestand der Vorwurf: Jugendliche werden durch alkoholverharmlosendes Geschmacks- und Produktdesign schrittweise „abhängig“ gemacht. Viele Alkopop-Anbieter stiegen daher auf alt- bekannte Mixgetränke wie Radler, Diesel oder Weinschorle um und bieten diese heute wieder in ähnlich trendbewussten Design an.

In den 90ern wurde Smirnoff Ice No. 97 speziell als Clubgetränk und Alternative zu alkoholhaltigeren Longdrinks oder Bier- und Weinspirituosen entwickelt. Bis heute gehört dieser erfolgreiche Getränkemix in das Repertoire diverser Bars und Discotheken kann aber auch immernoch als Klassiker und letzter “Überlebender” seiner schnelllebigen Art der schon vergangenen Alkopopära im Supermarkt um die Ecke erworben werden.

(Martin Hoffmann)

Bildnachweis:

Bild 1: Privat (Martin Hoffmann)

Quellen:

http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/kinder-und-jugend,did=19336.html (Mai 2006)

http://www.dhs-intern.de/pdf/Broschuere_Alkopops.pdf#search=%22spirituosen%20alkopop%22 (Mai 2006)

http://www.essen-und-co.de/alkopops.html (Mai 2006)

http://www.netmoon.com/rezepte/lexikon/a/alkopop.html (Mai 2006)
www.smirnoff.de (Mai 2006)

http://www.suessesgift.de (Mai 2006)

http://de.wikipedia.org/wiki/Alkopop (Mai 2006)
http://www.stupidedia.org (Mai 2006)


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