Gesammelte Gegenwart- Eine virtuelle Ausstellung

Die Dinge als Zeichen- Semiotik und Sachkulturforschung







Wenn Dinge nicht nur in ihrer Materialit√§t, sondern auch in ihrer Bedeutung erschlossen werden sollen, kommt man ohne eine Besch√§ftigung mit der Funktionsweise von Zeichen nicht aus. Eine entsprechende Theorie liefert die Semiotik. Semiotik im engeren Sinne besch√§ftigt sich also mit der Theorie zeichenhafter Verst√§ndigungsprozesse; sie setzt aber seitens des Forschers eine kulturelle Mitwisserschaft um die Bedeutung der Zeichen stets voraus. Die hermeneutische Bem√ľhung, allererst ein Verst√§ndnis von Zeichen zu erm√∂glichen, ist nicht das Thema einer eng gefassten Semiotik. F√ľr volkskundliche Belange ist dieser enge Begriff von Zeichentheorie daher zu modifizieren.
Ich versuche diesem Erfordernis gerecht zu werden, indem ich in den folgenden Ausf√ľhrungen zun√§chst von anwendungsbezogenen Texten zur Ausstellungspraxis ausgehe, um dann zu Fragen der methodische Grundlegung von gegenstandsorientierten Studien √ľberzugehen. Im Laufe dieser Darstellung m√∂chte ich auf diejenigen zeichentheoretischen Vorgaben aufmerksam machen, die f√ľr die angewandte Sachkulturforschung relevant werden k√∂nnen.

¬āAlltag¬Ď als kritische Kategorie

In einem Aufsatz mit dem Titel Die Wonnen der Gew√∂hnung von 1993 diskutiert Gottfried Korff die H√§ufigkeit und die Selbstverst√§ndlichkeit, mit der volkskundliche und kulturhistorische Museen etwa seit den 1970er Jahren historische Sachkultur pr√§sentieren. Korff fordert dringend einen kritischeren Umgang mit der Kategorie ¬āAlltag¬Ď.(1) Zwar hat die Ausrichtung an allt√§glichen Lebenswelten gerade die fr√ľhe Volkskunde aus Methodenkonzepten der Soziologie und der Geschichtswissenschaft emanzipiert. Wie Korff aber zu verstehen gibt, wird mittlerweile mit dem Alltagsbegriff regelrechter Missbrauch getrieben. Nach Korffs Meinung fallen die meisten Zusammenstellungen von Alltagsgegenst√§nden der Beliebigkeit anheim; sie orientieren sich nur an geschm√§cklerischem Interesse an der ¬āguten alten Zeit¬Ď. Derartige Ausstellungen sind daher nicht in der Lage, Erkenntnisse √ľber Geschichte oder Gegenwart zu vermitteln.
Die Gefahren, die hinter dieser Entwicklung lauern, sieht Korff nicht nur in der Verniedlichung des Alltags zu idyllischen Vorstellungen. Vielmehr macht er darauf aufmerksam, dass gerade diese Tendenz eine Anf√§lligkeit f√ľr Ideologien bef√∂rdert.(2) Diesen Gedanken kann Korff meines Erachtens sehr plausibel machen. Zugrunde liegt ihm die Annahme, dass das steigende Interesse an ¬ālapidarer¬Ď Alltagskultur in erster Linie ein Bed√ľrfnis nach Bekr√§ftigung der eigenen Identit√§t zum Ausdruck bringt. Und, so Korff, ¬Ą[w]o es um Identit√§ten geht, sind Ideologien nicht fern.¬ď(3) Egal, ob es sich um lokale, regionale, nationale oder ethnische Identit√§ten handelt ¬Ė in Ausstellungen zur Alltagskultur geraten ¬ĄIdentit√§ten [¬Ö] gewisserma√üen [zur] gem√ľtliche[n] Innenansicht von Ideologien¬ď(4). Solche Innenansichten kommen dadurch zustande, dass in unreflektierten Darstellungen der Alltagskultur jedes Konfliktpotenzial verflacht wird, das innerhalb einer Kultur zu verorten w√§re.(5)

Korffs Gegenentwurf zu dieser Situation ist eng an die Grundvoraussetzung gekn√ľpft, dass Museumsdinge als Zeichen gedeutet werden m√ľssen, um nicht Ideologien, sondern Erkenntnisse zu vermitteln. Seine Vorstellung der Verbesserung der Ausstellungspraxis l√§sst sich im folgenden Satz besonders gut zusammenfassen:
¬ĄIm Museum kann das Zeugs zum Zeugen werden, was freilich nur dann gelingt, wenn durch die Objektarrangements √ľberlegte Befragungsverfahren und Kreuzverh√∂re arrangiert werden.¬ď(6)

Dinge als Semiophoren

Aufschlussreich f√ľr das Verst√§ndnis dieser These ist ein weiterer Aufsatz Korffs mit dem Titel Zur Eigenart der Museumsdinge von 1992. Korff stellt hier die zeichenhafte Funktionen von Dingen in Museen genauer dar.
Qua Zeichen kann ein Ding auf Vorstellungen und Erinnerungen verweisen, die an seinen Gebrauch und seine gegenst√§ndliche, materielle Beschaffenheit gekn√ľpft sind. Diese Eigentlichkeit, auf der die Zeichenfunktion eines Dings beruht, nennt Korff Authentizit√§t.(7)
Mittels dieser Authentizität kann ein Ding dazu beitragen, Vergangenes oder Fremdes nicht nur zu bezeichnen, sondern zu vergegenwärtigen. Diese Leistung der Gegenstände nennt Korff mnemotechnische Energien.(8)
Im Anschluss an den Museologen Krysztof Pomian spricht Korff von den Museumsdingen in der Funktion von ¬ĄSemiophoren¬ď und bestimmt diesen Begriff als den der ¬ĄZeichentr√§ger, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart vermitteln.¬ď(9)
Die zeichenhafte Funktion von Dingen ist demnach eine mediale, denn das heißt vermittelnde.
Als Semiophoren setzen die Dinge ihre Materialität in Beziehung zur immateriellen Erinnerungskapazität.(10)
Dinge k√∂nnen daher als ¬ĄZeugen¬ď verstanden werden, ¬Ądie Informationen √ľber Vergangenes zu geben imstande sind.¬ď(11)

Exkurs: Zum Zeichenbegriff in der Sachkulturforschung

An dieser Stelle möchte ich in einem kurzen Einschub einige Aspekte des Zeichenbegriffs als solchem erläutern.
Um etwas als Zeichen zu betrachten, ist es notwendig, davon auszugehen, dass es Bedeutungsträger ist, auf eine Bedeutung verweist. Die gängigen semiotischen Modelle unterscheiden hierbei drei Dimensionen, nämlich die
syntaktische (formal-sprachliche, strukturelle),
die semantische (auf Bedeutung bezogene),
die pragmatische (anwendungs-, nutzen-, und zweckbezogene) Ebene.
Diese Modelle sind allerdings streng an dem Begriff sprachlicher Zeichen orientiert, was verhindert, sie unmittelbar auf Fragen der Sachkulturforschung anwenden zu können.
Nur sprachliche Zeichen sind in bestimmte formal-syntaktische Strukturen, etwa S√§tze, eingebunden, die ihr Sinnverst√§ndnis gew√§hrleisten. Bei Dingen ist das anders. Wenn man oft von einer ¬ĄSprache der Dinge¬ď reden h√∂rt, kann es sich meines Erachtens nur um eine Metapher handeln, denn mit Dingen kann man keine S√§tze bilden, keine Aussagen treffen, und nur im √ľbertragenen Sinne Fragen stellen. Ma√ügeblich f√ľr das Verst√§ndnis von Dingen ist deren Suggestivkraft, die Interpretationen anregen, niemals aber ein-eindeutig festschreiben kann. Auch die semantische Ebene, d.h. die Bedeutungsebene, und die pragmatische Ebene, d.h. die Zweck- und Verwendungsebene, fallen bei der Betrachtung von Dingen als Zeichen gewisserma√üen ineinander.
Wie durch die Darstellung bei Korff ersichtlich geworden sein soll, hängt die Bedeutung von gegenständlichen Zeichen oft von bestimmten Verwendungsweisen ab oder kann im Mindesten davon beeinflusst werden.(12)

Ich meine daher, dass man am besten daran tut, Dinge nicht insofern als Zeichen zu verstehen, als sie nur auf etwas verweisen, was sie selbst nicht sind. Das w√§re etwa bei Worten der Fall. Das Wortzeichen ¬ĄTasse¬ď hat mit einer wirklichen, gegenst√§ndlichen Tasse √ľberhaupt nichts zu tun, kann aber auf sie verweisen. Betrachtet man nun aber die Tasse selbst als Zeichen, so kann sie nur auf Bedeutungen verweisen, die kraft individuell-biographischer oder kollektiv-kultureller Verwendungen an sie gekn√ľpft sind.

Dingbedeutung als Inszenierung

Nun zur√ľck zu Korff. Bei seiner Kritik des unkritischen Umgangs mit dem Alltagsbegriff fordert er eine Abkehr von der Beliebigkeit in der Auswahl der Exponate. Er ist der Meinung, dass als Auswahlkriterium stets ber√ľcksichtigt werden muss, in welcher Beziehung die individuellen Gegenst√§nde zu allgemeineren Begriffen stehen. Als Zeichen k√∂nnen Dinge kulturell bedingte symbolische Besetzungen verk√∂rpern und gesellschaftliche Strukturen(13) vergegenw√§rtigen. Bei der Konzeption einer Ausstellung ist also darauf zu achten, Gegenst√§nde zu w√§hlen, die f√ľr die in Frage stehenden Aspekte besonders repr√§sentativ sind.
F√ľr den Rezipienten einer Ausstellung h√§ngen die Interpretationsm√∂glichkeiten von der M√∂glichkeit ab, das ausgestellte Ding in seinem Funktionskontext imaginieren zu k√∂nnen,(14) um sich seine symbolischen Besetzungen vor Augen zu f√ľhren. Um die Dinge als Zeichen in einer Ausstellung verst√§ndlich zu machen, bedarf es daher nach Korff bewusst gew√§hlter, geeigneter Arrangements und Inszenierungen.(15) Denn in der direkten Konfrontation mit einem Gegenstand, der in seiner blo√üen Materialit√§t noch kein Zeichen ist, muss die Imaginationskraft des Interpretierenden erst f√ľr die indirekten, zeichenhaften Verweise sensibilisiert werden.(16)

Interpretation durch Forschung

Vor der Konzeption einer Ausstellung sollen also nicht willk√ľrliche Sammelt√§tigkeiten stehen. Vielmehr bedarf die Erkenntnisvermittlung durch Ausstellungen vorg√§ngiger Forschungen, damit die Exponate √ľberhaupt so inszeniert werden k√∂nnen, dass sie den Betrachter nicht zu irgendeinem, sondern zu einem richtigen Verst√§ndnis anregen. F√ľr derartige Forschungen bietet sich der Ansatz historisch-empirischer Mikrostudien an. Man versucht hier, die Sachkultur einer relativ kleinen √∂rtlichen und zeitlichen Einheit m√∂glichst vollst√§ndig zu dokumentieren, um richtige Interpretationen zu gew√§hrleisten.(17) Den Ansatz historisch-empirischer Mikrostudien verfolgt etwa Andrea Hauser in ihrem Buch Dinge des Alltags. Studien zur historischen Sachkultur eines schw√§bischen Dorfes. Im Folgenden soll gekl√§rt werden, ob, inwiefern und wie dieser Ansatz auch f√ľr die Gegenwartskultur gewinnbringend ist.

Hausers Argumentation nimmt ihren Ausgang von der These: ¬ĄDinge formen das Leben.¬ď(18) Dazu schlie√üt sich Hauser an Siegfried Giedion an,(19) der vor kunsthistorischem Hintergrund diese These bereits 1948 formuliert hat. Mit Giedion l√§sst sich also einerseits die Auffassung vertreten, dass etwa Architektur, M√∂bel und Gebrauchsgegenst√§nde die Wahrnehmung und den Wahrnehmungsraum strukturieren.(20) Aber zugleich gilt die Gestaltung der Dinge als Ausdruck von bereits vorhandenen Einstellungen zur jeweiligen Gegenwart,(21) die folglich in einer geeigneten Interpretation von ihnen wiederum abgelesen werden k√∂nnen. Dinge k√∂nnen daher als Indikatoren von Einstellungen und den sie erzeugenden Bed√ľrfnissen interpretiert werden.(22) Au√üerdem l√§sst sich die Art und Weise untersuchen, wie sie entworfen, gestaltet und eingesetzt werden, um bestimmten Absichten zu gen√ľgen, Funktionen erf√ľllen, Bed√ľrfnisse befriedigen.(23)
Hierzu stellen sich immer auch Fragen nach der soziokulturellen Funktion der Gegenstände sowie nach ihrer Bedeutsamkeit in emotionalen(24) wie symbolischen(25) Beziehungen.(26)
Hauser unterscheidet daher f√ľr die Interpretation von Dingen drei verschiedene Aspekte: Erstens ihre Betrachtung nach der expressiven Funktion,
zweitens ihre Betrachtung nach der instrumentalen Funktion,
drittens ihre Betrachtung nach der Symbolfunktion.(27) Die bei Hauser implizierte √úberlegung l√§sst sich folgenderma√üen verdeutlichen: Die Forschung muss eine Wechselbeziehung von Ausdrucks- und Gestaltungsfunktion der Gegenst√§nde gegen√ľber den Zusammenh√§ngen des Alltags kl√§ren.
Der Volkskundler muss dabei zunächst einschätzen können, welche Gegenstände bestimmte Einstellungen besonders klar zum Ausdruck bringen.
In gegenl√§ufiger Richtung muss er sich um historische Erkenntnisse dar√ľber bem√ľhen, wie der Gegenstand allt√§glichen Handlungen eine bestimmte Richtung gibt.

Die Relevanz ihrer Arbeit f√ľr die Gegenwartskultur einer jeweiligen Zeit rechtfertigt Hauser in einer kulturkritischen √úberlegung.(28) Recht vorbehaltlos scheint sie sich dabei der Meinung anzuschlie√üen, dass in der vorindustriellen Zeit eine ¬Ąenge Verbundenheit des Menschen mit den Ger√§ten und Dingen¬ď(29) bestand, w√§hrend es heute zum Ph√§nomen der Entfremdung von der eigentlichen Lebenswelt durch eine ¬ĄEntgegenst√§ndlichung¬ď(30) kommt. Hauser st√ľtzt sich hier auf Darstellungen Baudrillards(31) und behauptet: ¬ĄDa√ü heute Technik als ein gro√ües, undurchschaubares Machtsystem bedrohlich wirkt, hat m.E. damit zu tun, da√ü sie immer weniger gegenst√§ndlich erlebbar ist.¬ď(32)

Meiner eigenen Meinung nach sind hier zwei Thesen zu unterscheiden. Einerseits vertritt Hauser grundlegend die plausible Auffassung, dass Sachen etwas √ľber die Gesellschaft aussagen k√∂nnen, in der sie existieren.(33) Sie vermischt diesen viel versprechenden Ansatz aber mit einer kulturpessimistisch gef√§rbten Annahme einer Diskontinuit√§t zwischen dem ¬āguten Fr√ľher¬Ď und dem ¬āproblematischen Jetzt¬Ď. Aber soweit ich es beurteilen kann, kann sie als unabh√§ngig von der ersten These gelten. Die Auffassung, dass Sachen etwas √ľber die jeweilige Gesellschaft aussagen bedarf also nicht notwendig einer kulturkritischen Theorie der Entfremdung des Menschen von den Dingen.

Fazit: Zum Gegenwartsbezug der Dingbedeutung in Mikroanalysen

Folgende √úberlegungen bei Hauser k√∂nnen daher auch f√ľr die Analyse der materiellen Gegenwartskultur in Anspruch genommen werden:
Es gibt einerseits eine Wechselbeziehung von Individuum und individuellem Objekt, die persönliche Nutzung und emotionale Besetzung eines Gebrauchsgegenstandes.(34)
Andererseits besteht eine Wechselbeziehung zwischen sozialen Gruppen und Objekttypen durch symbolische Besetzung. Objekttypen repräsentieren so bestimmte Lebensstile.(35)
Auf persönlicher wie auf gruppenspezifischer Ebene haben Objekte einerseits distinktive,(36) andererseits integrative Funktionen.(37) Das heißt: Durch die Beziehung auf ein Objekt grenzt man sich einerseits von anderen ab, die ähnliche Dinge nicht nutzen; andererseits stiftet man gerade dadurch seine Zugehörigkeit zu denen, die sich mit dem Gebrauch solcher Objekte identifizieren können.
Die Ausformung des Umgangs mit Gegenst√§nden l√§sst sich als Kultivationsprozess beschreiben. Ich zitiere hierzu Hauser: ¬ĄKultivation ist die Auseinandersetzung des Menschen mit den Dingen. Dabei wird nicht nur der Mensch in die Kultur aufgenommen, ebenso werden die Dinge und das, was mit ihnen verbunden ist, in das Selbst integriert. So spiegeln Dinge, mit denen der Mensch agiert, Aspekte der Pers√∂nlichkeit eines Menschen, und sie verk√∂rpern Ziele und Fertigkeiten der Menschen.¬ď(38)

ANMERKUNGEN

(1) Vgl. Korff, Gottfried: Die Wonnen der Gew√∂hnung. Anmerkungen zu Positionen und Perspektiven der musealen Alltagsdokumentation (1993), in: ders.: Museumsdinge. Deponieren ¬Ė Exponieren, hrsg. von Martina Ebersp√§cher u.a., K√∂ln/Weimar/Wien 2002, S. 155-166, hier insb. S. 157f. (2) Vgl. ebd., insb. S. 162.(3) Ebd.(4) Ebd.(5) Vgl. ebd., S. 163. (6) Ebd., S. 161. (7) Vgl. Korff, Zur Eigenart der Museumsdinge (1992), in: ders.: Museumsdinge. Deponieren ¬Ė Exponieren, hrsg. von Martina Ebersp√§cher u.a., K√∂ln/Weimar/Wien 2002, 140-145, hier S. 141f. (8) Vgl. ebd., S. 143.(9) Ebd.(10) Vgl. ebd.(11) Ebd. (12) Die Plenumsdiskussion der oben vorgetragenen Thesen schien folgende nacht√§gliche Differenzierung n√∂tig zu machen. Mit der Behauptung, die Bedeutung der Dinge sei ihre Verwendung, soll keine weitere Analogie zur Sprachtheorie vermittelt werden, selbst wenn etwa der sp√§te Wittgenstein auch f√ľr sprachliche Zeichen die Bedeutung in der Verwendung sieht (vgl. paradigmatisch § 43 in Wittgensteins ¬ĄPhilosophischen Untersuchungen¬ď). Doch auch bei Wittgenstein geht es um sprachliche Semantik im engeren Sinne, d.h. um die Konstitution von denotativen Bez√ľgen durch Handlungszusammenh√§nge. Im obigen Kontext hingegen ist gemeint, dass Gebrauchsgegenst√§nde aufgrund ihrer spezifischen Einsatzm√∂glichkeiten mit bestimmten konnotativen Aspekten verkn√ľpft werden. (13) Vgl. Korff, Die Wonnen der Gew√∂hnung (1993), in: Museumsdinge, S. 159. (14) Vgl. Korff, Zur Eigenart der Museumsdinge (1992), in: Museumsdinge, S. 143. (15) Vgl. ebd., S. 143f.(16) Vgl. ebd., S. 144. (17) Zum Methodenkonzept der Mikrostudie vgl. beispielhaft Hochstrasser, Olivia: Ein Haus und seine Menschen 1549-1989. Ein Versuch zum Verh√§ltnis von Mikroforschung und Sozialgeschichte, T√ľbingen 1993, S. 279-299. (18) Hauser, Andrea: Dinge des Alltags. Studien zur historischen Sachkultur eines schw√§bischen Dorfes, T√ľbingen 1994 (= Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universit√§t T√ľbingen im Auftrag der T√ľbinger Vereinigung f√ľr Volkskunde, 82), S. 11. (19) Vgl. ebd. (20) Vgl. ebd.; vgl. dazu etwa Bollnow, Otto Friedrich: Mensch und Raum (Orig.-Ausg. 1963), Stuttgart 2004, insb. S. 17ff., S. 26-37 und S. 186-293. (21) Vgl. Hauser, Dinge des Alltags, S. 11.(22) Vgl. ebd., S. 20.(23) Vgl. ebd. (24) Vgl. ebd., S. 24.(25) Vgl. ebd., S. 11f. (26) Zur volkskundlichen Sachkulturforschung vgl. ausf√ľhrlicher ebd., S. 33-38. (17) Vgl. ebd., S. 20f.(28) Vgl. ebd., S. 11; vgl. auch S. 21f. (29) Ebd., S. 11; vgl. auch S. 21f.(30) Ebd., S. 12. (31) Vgl. ebd., S. 11f.; als fr√ľhes Beispiel der ¬āEntfremdungsthese¬Ď vgl. G√ľnther Anders, Die Antiquiertheit des Menschen, Band 1: √úber die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution (Orig.-Ausg. 1956), M√ľnchen 2002, insb. S. 23-95, S. 99-128, S. 163-192. (32) Hauser, Dinge des Alltags, S. 11.(33) Vgl. ebd., S. 22. (34) Vgl. ebd., S. 24f. (35) Vgl. ebd., S. 24; zum Begriff des Lebensstils vgl. ausf√ľhrlicher ebd., S. 26-31 sowie Katschnig-Fasch, Elisabeth: M√∂blierter Sinn. St√§dtische Wohn- und Lebensstile, Wien 1998, insb. S. 11-74. (36) Vgl. Hauser, Dinge des Alltags, S. 12f.(37) Vgl. ebd., S. 25.(38) Ebd.

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