Gesammelte Gegenwart- Eine virtuelle Ausstellung

Der gemachte Körper


Jede Zeitepoche umschreibt ihre eigenen Idealvorstellungen von Schönheit.

Verkörpern die ägyptische Königin Nofretete, die mädchenhafte Audrey Hepburn oder die sinnliche Marilyn Monroe klassische und nach wie vor bewunderte Schönheitsideale, so sind andere, wie die Leibesfülle im Barock oder die burschikose, magere Twiggy der Sechziger mit unserem heutigen Schönheitsideal an der Wende zum 21. Jahrhundert kaum vereinbar.

Heute wirken vor allem Massenmedien auf unsere Sicht von Schönheit. Zeitschriften und Werbung diktieren uns die gängigen Schönheitsvorstellungen und schärfen zudem unseren Willen diesen zu entsprechen. Denn Schönheit impliziert Positives wie Erfolg, Gesundheit, Lebensfreude und Attraktivität für mögliche Sexualpartner. Gerade in unserer visuell geprägten Kultur und schnelllebigen Gesellschaft setzt sich der optische Reiz des Schönen durch und gewinnt auch im sozialen Umgang.

Das dieser Schönheitskult aber einen zunehmenden Konformitätsdruck und die Abkehr von Individualität und autonomen Entscheidungen impliziert wird oft vergessen.

Neben der plastischen Chirurgie fördert vor allem die Kosmetikindustrie das Streben dem schönen Ideal nahe zu kommen. Durch innovative und vielfältige Produkte trägt jener Wirtschaftszweig entscheidend dazu bei sich Schönheit „anzueignen“.

Rasierer und Haarfärbemittel sind Produkte dieser Kosmetikindustrie. Für viele Frauen stellen sie unentbehrliche Helfer in puncto Verschönerungstechnik dar.

Trotzdem erscheint es abstrus, dass volles, vielfarbiges Haar und glattrasierte Beine und Achseln ausschlaggebend fĂĽr die AuĂźenwirkung einer Frau, und damit ihrer Anerkennung in der Gesellschaft sein sollen. Machen wir Frauen uns damit nicht selbst ein StĂĽck weit zu Produkten dieser Industrie?

(Franziska Horschig)


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