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Jakobspilger in Deutschland und Baden
Schon im Februar 1987 gründete
sich in Aachen die überkonfessionelle „Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft“.[4] In
regelmäßigen Abständen veranstaltet sie Kongresse zur Erforschung der
Jakobswallfahrt, fördert kulturelle Beiträge, berät Pilger und stellt
Pilgerpässe aus. Daneben unterstützt sie die inzwischen zahlreichen lokalen
Gruppen im weiteren Ausbau des Wegenetzes. So sind beispielsweise Jakobswege
von Nürnberg über Ulm und Konstanz nach Freiburg in der Schweiz ausgeschildert.
Oder in der Pfalz lässt sich von Speyer nach Kloster Hornbach auf Jakobswegen
wandern. Das Rheintal als alter Handelsweg ist nun auch wieder für Jakobspilger
erschlossen: von Köln über Trier nach Vezlay oder die Wegvariante von
Aschaffenburg über Colmar, Basel und Le Puy. Eine Badische St.
Jakobusgesellschaft hat ihren Sitz in Breisach.[5]
Bei der weiteren Erschließung von
Jakobswegen spielt auch der Tourismus eine große Rolle. Wandern gilt derzeit
als Trendsportart, weshalb die Tourismusmanager auf den Zug der
Jakobsbegeisterung aufspringen.
→ Das Heilige Jahr 1993 – weiterer Anstieg der
Pilgerzahlen
© Dr. Margarete Meggle-Freund
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