Auf der historischen Route des Camino Francés durch Nordspanien

Die meisten der Pilger bewegen sich auf ihrer Reise nach Santiago bewusst auf einer der historischen Routen des Jakobsweges und legen die Strecke auch wie die Pilger im Mittelalter per pedes zurück. Im Hl. Jahr 2004 waren rund 87 % zu Fuß und rund 11 % mit dem Rad unterwegs. Sie wählten größtenteils den sogenannten Camino Francés, der parallel zur Nordküste Spaniens von Ost nach West im Landesinneren verläuft, von der französischen Grenze aus über den Somport-Pass, Puente de la Reina, Nájera, Burgos und León nach Santiago de Compostela.

Auf dieser Hauptpilgerstrecke lässt sich die historische Tradition der Jakobspilgerfahrt hautnah erleben: Zahlreiche mittelalterliche, kunsthistorisch hochbedeutsame Wallfahrtskirchen säumen den Weg. Weite Strecken führen durch reizvolle Landschaften. Aber auch die Mühen, welche die mittelalterlichen Pilger zu bewältigen hatten, lassen sich etwas nachvollziehen: die Unbilden des Wetters in schattenlosen Etappen bei glühender Sommerhitze durch die kastilische Hochebene oder bei der Überquerung von Pässen wie z.B. der Cebreiro-Höhe, wo es durchaus je nach Jahreszeit empfindlich kalt sein kann oder die Angst beim Durchqueren menschenleerer Gebiete und verlassener Ortschaften mit streunenden wilden Hunden.


Pilgerherbergen und Pilgerrituale