Die für die Röhrenjeans typische Passform sind die auf der gesamten Länge eng geschnittenen Hosenbeine. Sie kam Ende der 1970er Jahre auf durch Rockmusiker wie The Ramones und Joy Division, die ihrerseits den Look der linken Punks und der ersten Skateboardfahrer nachahmten. Ihre Röhrenjeans drückten die Zugehörigkeit zu dieser alternativen Szene aus.
Kate Moss, die als das modische Vorbild der Gegenwart gilt, fing Anfang des neuen Jahrtausends damit an, die Hosenbeine in ihre Stiefel zu stecken. Damit verbreitete sich die für Röhrenjeans typische Silhouette.
2005 brachte Hedi Slimane, Ex-Chefdesigner von Dior Homme und guter Freund von Kate Moss, die Röhrenjeans zurück auf den Laufsteg. Sowohl Männer als auch Frauen sollten sie tragen.
Drei Jahre später prägen Röhrenhosen in allen Farben das Stadtbild: „Die Röhre“ ist vom Szene- zum Massenkleidungsstück geworden − vom anfänglichen Gegentrend zum Trend. Dass sie nicht jeder Figur schmeichelt, ist da schnell vergessen, man trägt eben, was angesagt ist und alle tragen.
Doch wie bei jedem Trend wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis er vom nächsten abgelöst wird, und man kann heute schon Vermutungen anstellen, aus welcher Subkultur sich wohl die Modetrends 2020 entwickeln…
Elisabeth Vogt
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=115935&langId=-1&top=Y (09.07.08)