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| mode._gegenwart._bedeutung_ein_gang_durch_die_ausstellung 2008/07/14 09:26 | mode._gegenwart._bedeutung_ein_gang_durch_die_ausstellung 2008/07/22 23:46 aktuell | ||
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| Mode als Zeichensystem kann vom Träger eines Kleidungsstücks aus oder vom Objekt her gelesen werden − und das in seinen wechselnden Gebrauchskontexten. Wir sind für das optische Medium Ausstellung erst einmal von den Gegenständen ausgegangen. Dabei kommen in jedem Objekt mehrere Bedeutungsebenen zusammen:\\ | Mode als Zeichensystem kann vom Träger eines Kleidungsstücks aus oder vom Objekt her gelesen werden − und das in seinen wechselnden Gebrauchskontexten. Wir sind für das optische Medium Ausstellung erst einmal von den Gegenständen ausgegangen. Dabei kommen in jedem Objekt mehrere Bedeutungsebenen zusammen:\\ | ||
| - | "Samba" etwa ist ein Sportschuhmodell, dem durch die Geschichte seines Gebrauchs, in der es zum "Klassiker" aufstieg, Authentizität zugeschrieben wird. Welche Aussage aber trifft der einzelne Träger dieses Schuhs? Ähnlich das Prinzip Second Hand, bei dem Teile aus früheren Moden zum Ausdruck eigener Individualität wieder aufgegriffen werden. Mit einem Band-Shirt kann sich der Träger als Fan einer bestimmten Musikgruppe outen, es aber einfach auch nur als modisches Bekleidungsstück tragen. Dabei bleibt sein Träger doch immer echt und kann mit den Aussagen seiner Kleidung spielen. Die Baseballkappe kann Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Jugendkultur der Skeater sein oder von ihrem Träger auch nur auf ihre ursprüngliche Funktion des Sonnenschutzes beschränkt werden. Der Kapuzenpulli im Hip-Hop erfährt eine ganz andere Wende. Heute versteckt man sich mehr hinter der Symbolkraft des Kleidungsstückes, die es erlangte, als es noch Streetweare im kleinkriminellen Milieu war, als selbst diesem Symbol zu entsprechen. | + | "Samba" etwa ist ein Sportschuhmodell, dem durch die Geschichte seines Gebrauchs, in der es zum "Klassiker" aufstieg, Authentizität zugeschrieben wird. Welche Aussage aber trifft der einzelne Träger dieses Schuhs? Ähnlich das Prinzip Second Hand, bei dem Teile aus früheren Moden zum Ausdruck eigener Individualität wieder aufgegriffen werden. Mit einem Band-Shirt kann sich der Träger als Fan einer bestimmten Musikgruppe outen, es aber einfach auch nur als modisches Bekleidungsstück tragen. Dabei bleibt sein Träger doch immer echt und kann mit den Aussagen seiner Kleidung spielen. Die Baseballkappe kann Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Jugendkultur der Skater sein oder von ihrem Träger auch nur auf ihre ursprüngliche Funktion des Sonnenschutzes beschränkt werden. Der Kapuzenpulli im Hip-Hop erfährt eine ganz andere Wende. Heute versteckt man sich mehr hinter der Symbolkraft des Kleidungsstückes, die es erlangte, als es noch Streetweare im kleinkriminellen Milieu war, als selbst diesem Symbol zu entsprechen. |
| * [["Samba" – Vom Fußballklassiker zum Original]] | * [["Samba" – Vom Fußballklassiker zum Original]] | ||